Bericht enthüllt: USA wollen nordkoreanische Nuklearanlagen mit B-1-Bombern zerstören

Bericht enthüllt: USA wollen nordkoreanische Nuklearanlagen mit B-1-Bombern zerstören
Betankung eines B1-B Bombers über dem Indischen Ozean, 23. Oktober 2001.
Die USA haben einen Plan für einen Schlag gegen Nordkorea. Militärflugzeuge auf der Insel Guam sollen dazu dienen. Der Kriegsplan aus Washington sei die "beste aller schlechten Optionen". Kim Jong-un hatte angekündigt, das Pazifikidyll angreifen zu wollen.

Nach langen bloßen Spekulationen wollen sich die Amerikaner nun sicher sein, dass es die Nordkoreaner geschafft haben, Nuklearsprengköpfe herzustellen, die sich auf Langstreckenraketen montieren lassen und somit amerikanisches Festland erreichen können. Während man sich ursprünglich auf Hawaii als potenziellen Einschlagsort eingestellt und vorbereitet hatte, nannte Kim Jong-un nun selbst ein präzises Ziel: die Pazifikinsel Guam. 

US-Präsident Donald Trump drohte Kim Jong-un während einer Pressekonferenz in einem seiner Golfresorts: 

Es drohen Rache und Feuer, wie die Welt sie noch nicht gesehen hat.

Gegenüber den NBC-Nachrichten machte der ehemalige Admiral James Stavridis, ehemaliger Oberkommandierender der US-Einheiten in Europa, nun auch deutlich, wie Rache und Feuer zu verstehen seien.

Überschallbomber des Typs Rockwell B-1 Lancer sind derzeit auf dem Andersen-Luftwaffenstützpunkt auf Guam stationiert. Sie machen einen Großteil des Planes aus: 

Von allen militärischen Optionen [die Präsident Donald Trump in Betracht ziehen könnte] wäre dies eine jener zwei oder drei, die zumindest die Möglichkeit bieten würden, die Situation nicht eskalieren zu lassen. 

Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis, in Garmisch-Partenkirchen, Deutschland,  28,. Juni 2017

Derzeit befinden sich mindestens zwei Dutzend der B-1B Bomber auf der Basis, die 3.200 Kilometer von Nordkorea entfernt liegt. Seit 1985 sind diese Kriegsmaschinen Teil der US-Streitkräfte und kamen im Irak und in Afghanistan zum Einsatz. 

Im Juli flogen diese Maschinen bereits Übungen im Luftraum der koreanischen Halbinsel und über Japan. Die angepeilten Ziele in Nordkorea wären Raketenabschuss- und Testgebiete sowie militärische Einrichtungen, die der Raketenherstellung dienen. Auch mögliche Angriffe über Land, den Seeweg und den Cyber-Raum sind in dem US-Plan zum Krieg gegen Pjöngjang berücksichtigt. Ein hochrangiger ehemaliger Geheimdienstmitarbeiter fasste zusammen: 

Es gibt keine gute Option, [aber es gibt] nur die beste der schlechten Optionen.

Stavridis warnte aber vor der möglichen Gegenreaktion der Nordkoreaner und einem Angriff auf Guam. Der US-amerikanische Verteidigungsminister James Mattis zeigte sich gestern hingegen siegessicher und warnte die Nordkoreaner, dass ein Krieg für sie verheerende Folgen haben werde und sie aus diesem als Verlierer hervorgingen. Die Folgen eines möglichen Nuklearkriegs für Mensch und Natur in der Region sind nicht kalkulierbar.