China zu Japan nach Luftwaffen-Übungen über West-Pazifik: "Gewöhnt euch dran“

China zu Japan nach Luftwaffen-Übungen über West-Pazifik: "Gewöhnt euch dran“
Xian H-6 Bomber © Wikipedia
Beijing beschreibt die jüngsten Überflüge chinesischer Kampfflugzeuge zwischen zwei japanischen Inseln im westlichen Pazifik als "Routine-Übungen" und sagt, dass Tokio sich "an die Praxis gewöhnen sollte".

Damit spielte China die Einschätzung Japans herunter, dass die Übungen des Xian-H-6-Bombers über einem Wasserweg zwischen den japanischen Inseln von Miyako und Okinawa "ungewöhnlich" waren. Beijing sagte, dass die Kampfflugzeuge rechtmäßig die Miyako-Meerenge durchlaufen und dass solche Übungen in der Zukunft nicht ausgeschlossen sind.

Es ist legitim, dass chinesische militärische Flugzeuge durch die Meerenge fliegen und ähnliche Übungen auf hoher See je nach Bedarf durchgeführt werden," erklärte der chinesische Sprecher des Verteidigungsministeriums, Ren Guoqiang, am Freitag, wie die Nachrichtenagentur Xinhua zitiert.

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Der Sprecher riet, einfach gelassener zu reagieren und sich an solche Manöver zu gewöhnen.

Die Betroffenen müssen nicht übertreiben und so viel Aufhebens davon machen. Sie werden sich besser fühlen, wenn sie sich an solche Übungen gewöhnen."

China gab zu, dass seine Luftwaffe "mehrere Übungen weit draußen auf dem Meer" mit H-6K-Bombern und anderen Fliegern durchgeführt hat, um die Kampffähigkeit über dem Meer zu testen, wie der Nachrichtendienst Reuters berichtete. Das Militär habe betont, dass sich die Übungen gegen kein spezifisches Land richteten.

Am Donnerstag provozierte der Überflug der sechs chinesischen Bomber in der Meerenge von Miyako Japan, eigene Militärflugzeuge zu aktivieren, obwohl die Flugübungen nicht in den japanischen Luftraum eingedrungen waren.