Duterte: Westen ist doppelzüngig, ich will mehr Verbindungen mit China und Russland

Duterte: Westen ist doppelzüngig, ich will mehr Verbindungen mit China und Russland
In einem Interview mit RT vor seinem Moskau-Besuch hat der philippinische Präsident Rodrigo Duterte betont, sein Land wolle stärkere Verbindungen mit Russland und China eingehen, da der Westen in seiner Doppelmoral die philippinischen Interessen mit Geringschätzung straft.

Der philippinische Präsident legte im RT-Interview da, dass er seine Außenpolitik neu justieren und sich von US-Interessen befreien will:

Ich habe nichts gegen die USA. Trump ist mein Freund. Aber meine Außenpolitik wandelt sich. Ich will Deals mit China und Russland, denn in der westlichen Welt herrscht zuviel Doppelzüngigkeit.

Der philippinische Präsident Duterte will den Konflikt mit China um Inseln im Südchinesischen Meer eigenständig lösen. Gleichzeitig erhofft er sich von Peking Unterstützung gegen islamische Extremisten im Süden des Landes.

An die USA gewandt sagte er:

Ihr behandelt mich, als seien wir noch eure Kolonie. Ich wollt mich wohl veräppeln. Ich will, dass mein Land mit Würde behandelt wird.

Bereits zuvor hatte Duterte bei mehreren Gelegenheiten erläutert, dass er es vorziehen würde, Militärgerät von China und Russland, statt von den USA zu erwerben.

Der philippinische Verteidigungsminister Delfin Lorenzana unterzeichnete erst letzte Woche einen Vorvertrag mit der staatlichen chinesischen Rüstungsfirma Poly Technologies für umfangreiche Waffenkäufe. Es wird erwartet, dass Duterte bei seinem Russland-Besuch diese Woche ähnliche Verträge in Moskau und Sankt Petersburg abschließt. Duterte wird am 22. Mai zu einem fünftägigen Staatsbesuch in Moskau erwartet.

Gegenüber RT betonte der philippinische Präsident zudem, dass er die die Philippinen im Bereich der nationalen Sicherheit nicht in Abhängigkeit von Washington lassen will.

Philippinischer Präsident Rodrigo Duterte nennt US-Botschafter

Wenn mein Land zusammenbricht, wer wird es dann wieder aufbauen, doch nicht etwa die USA?

Russland verkauft Waffen, keine Bedingungen. Mit den USA ist es anders. Sie stellen immer Bedingungen. Aber ich werde nicht vor ihnen niederknien.

Die Philippinen sind eine ehemalige US-Kolonie mit einer seit Kolonialzeiten etablierten Militär-Allianz. Seit Jahrzehnten kommt ein Großteil der philippinischen Militärausrüstung von US-Rüstungsschmieden.

Duterte erläuterte abschließend, dass er nicht will, dass sein Land von den USA in einen Konflikt mit China gedrängt wird:

Sie wollen, dass ich China bekämpfe. Mit was? Habe ich etwa Marschflugkörper? Das wird ein Massaker. Stattdessen werde ich mich mit China an den Verhandlungstisch setzen, ich bin doch nicht blöd.

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