Südkorea: Erste Hochrechnungen der Präsidentschaftswahlen - Liberaler Kandidat Moon Jae-in führt

Südkorea: Erste Hochrechnungen der Präsidentschaftswahlen - Liberaler Kandidat Moon Jae-in führt
Der Präsidentschaftskandidat Moon Jae-in von der Demokratischen Partei auf einer Wahlkampfveranstaltung in Seoul, Südkorea, 17. April 2017.
Ersten Hochrechnungen nach führt der liberal-demokratische Kandidat Moon Jae-in mit 41,1 Prozent im Rennen um das südkoreanische Präsidentenamt. Es zeichnete sich eine Rekordwahlbeteiligung ab. Moon Jae-in steht für einen neuen Kurs mit Nordkorea - abseits der Kriegsrethorik.

Um 20 Uhr südkoreanischer Zeit schlossen die Wahllokale an diesem Dienstag in Südkorea. Moon Jae-in, der schon zuvor in Umfragen führte, erhielt nach den ersten Hochrechnungen um 20 Uhr Ortszeit 41,1 Prozent der Stimmen, gefolgt von Hong Joon-pyo der konservativen Liberty Korea Partei mit 23,3 Prozent. Danach kommen Ahn Cheol-soo der Volkspartei mit 21,8 Prozent und Yoo Seong-min der kleineren konservativen Bareun Partei mit 7,1 Prozent. An letzter Stelle stand Sim Sang-jeung der linken Partei der Gerechtigkeit mit 5,9 Prozent. 

Um 19 Uhr Ortszeit lag die Wahlbeteiligung bei 75,1 Prozent.

Die Wahlen gewannen nach Spannungen auf der koreanischen Halbinsel an internationaler Bedeutung, da der neue Präsident die Richtung seines Landes in Richtung Frieden oder Krieg vorgeben wird. Moon Jae-in hatte die USA davor gewarnt, sich in die Wahlen einzumischen. Der Menschenrechtsanwalt steht für eine neue Richtung in Südkorea. Er will das umstrittene THAAD-System der Amerikaner neu diskutieren, die Südkoreaner lehren, gegenüber den Amerikanern "nein" zu sagen, und mit den Nordkoreanern ein neues Kapitel der Diplomatie beginnen.