US-Präsident Donald Trump bastelt an einer all-asiatischen Allianz gegen Nordkorea

US-Präsident Donald Trump bastelt an einer all-asiatischen Allianz gegen Nordkorea
Nun sucht Donald Trump im südostasiatischen Raum nach Verbündeten in seiner Allianz gegen Nordkorea. Die USA und Südkorea absolvierten am Sonntag gemeinsame Militärübungen. Auch rhetorische Spannungen wachsen.

Nach einem Gespräch mit dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte will sich US-Präsident Donald Trump am Sonntag auch mit den Regierungschefs von Singapur und Thailand über die Bedrohung durch Nordkorea austauschen.

Donald Trump lädt Rodrigo Duterte ins Weiße Haus ein

Es müsse mit so vielen Ländern wie möglich in der Region zusammengearbeitet werden, sagte der Stabschef im US-Präsidialamt, Reince Priebus, dem Sender ABC. Ziel der Gespräche sei es, "jeden zur Unterstützung eines Aktionsplans in die Reihe zu bekommen", falls sich die Lage um Nordkorea verschlechtere. Trump habe zudem regelmäßig Kontakt zu Japans Regierungschef Shinzō Abe und mittlerweile auch enge Beziehungen zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping.

Anlass für die Gespräche sei die Gefahr einer "nuklearen und massiven Zerstörung in Asien" und letztendlich auch in den USA. Derzeit würden die USA und die asiatische Region durch nichts so stark bedroht wie durch die Vorgänge in Nordkorea, betonte Priebus. Trump hatte angesichts der Spannungen auf der koreanischen Halbinsel einen Angriff auf den Norden nicht ausgeschlossen.

Am Sonntag haben die USA und Südkorea gemeinsame Militärübungen absolviert. Im Rahmen der Manöver übten beide Länder das Entdecken und Abfangen nordkoreanischer ballistischer Raketen.

Der amerikanische Verteidigungsminister James Mattis und General Joseph Dunford (rechts) auf dem Weg zum Nordkorea-Briefing im Weißen Haus, Washington, 26. April 2017.

Zuvor war berichtet worden, dass der US-Flugzeugträger USS Carl Vinson am Samstag das Japanische Meer erreicht hätte.

Nordkoreas Militär hatte am Samstagmorgen erneut eine ballistische Rakete abgefeuert, die nach Angaben der USA, Südkoreas und Japans bereits wenige Sekunden nach dem Start explodiert sei. Dies meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap News Agency.

Solche Misserfolge halten die Nordkoreaner jedoch nicht davon ab, weiter rhetorisch gegen die USA und den Erzfeind Südkorea aufzurüsten. Sollte Washington seine Provokationen nicht unterlassen, wird die USS Michigan, die in die südkoreanische Hafenstadt Busan eingelaufen ist, in "Fetzen geschmolzenen Metalls" verwandelt, berichtet das nordkoreanische Online-Medium Uriminzokkiri.

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