Südkoreaner und US-Amerikaner trainieren Angriff auf Nordkorea aus der Luft

Südkoreaner und US-Amerikaner trainieren Angriff auf Nordkorea aus der Luft
F-22 Kampfflugzeuge fliegen über die Osan Luftwaffenbasis in Pyeongtaek hinweg, Südkorea, 17. Februar 2016.
Die Kriegsspiele rund um Korea gehen weiter. Nun trainiert die südkoreanische und US-Luftwaffe den Angriff auf Nordkorea. Aber: was offiziell zu mehr Sicherheit führen soll, fördert nur die Spannungen. Selbst Südkoreaner wundern sich, angesichts von Falschmeldungen, über Trumps politischen und militärischen Kurs.

Als "Max Thunder Training" werden die Manöver bezeichnet, in denen alljährlich Amerikaner und Südkoreaner gemeinsam mit ihrer Luftwaffe trainieren. Die südkoreanische Luftwaffe gab am Donnerstag bekannt, dass mehr als 100 Flugzeuge der beiden Nationen an "Max Thunder" teilnehmen. Das Manöver, begann bereits am 14. April und dauert zwei Wochen an. Es wird von 1.200 Truppen begleitet und auch einigen US-Militärs, die sonst in Japan stationiert sind. 

Die USS Carl Vinson, gefolgt von der Arleigh-Burke-Klasse: Zerstörer USS Michael Murphy und USS Lake Champlain; Indischer Ozean, 14. April 2017.

Südkorea hat für das Training Maschinen vom Typ F-15K, KF-16, FA-50, F-4E und F-5 bereitgestellt. Darüber hinaus C-130 Cargo-Maschinen und E-737 Frühwarnsysteme. Teil des Trainings ist ein simulierter Präzisionsangriff. 

Der südkoreanische Generalleutnant Won In-chul fasste die Trainings gegenüber den "Yonhap-Nachrichten" wie folgt zusammen: 

Durch die derzeitigen gemeinsamen Trainings der südkoreanischen und US-Luftwaffe haben wir unsere Stärke demonstrieren können, einen Gegner perfekt zu überwältigen und jeder Art von Provokation zu jeder Zeit und an jedem Ort zu begegnen. 

Das US-Militär sieht die Trainings wie folgt:

Diese Übungen stellen die lange währende militärische Partnerschaft zwischen den USA und den Streitkräften der Republik Korea dar. Engagement und weitreichende Freundschaft der Nationen helfen, Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel zu gewährleisten, sie bestätigten die Verpflichtung der USA zu Stabilität in der nordöstlichen Region Asiens.

Der amerikanische Flugzeugträger USS Carl Vinson im Pazifischen Ozean, 30. Januar 2017.

Aber ganz im Gegenteil führt jede militärische Bewegung derzeit nicht zu mehr Sicherheit in der Region. Nordkorea und die USA liefern sich einen Wettstreit von Drohungen. Über die Strategie der USA, nach einem Debakel um die Verlegung des Kriegsschiffs US Carl Vinson, wundern sich selbst die Südkoreaner. Das Weiße Haus hatte nach den nordkoreanischen Raketentests bekannt gegeben, dass das Schiff auf dem Weg zur koreanischen Halbinsel sei. Doch Fotos der Navy von der Carl Vinson und zwei weiteren Schiffen machten öffentlich, dass es sich um eine Falschmeldung der Regierung Trumps gehandelt habe und das Schiff Kurs auf Australien nahm. 

Besonders in der chinesischen Presse wurde dies mokiert, denn Trump gab an, nach dem Treffen mit Xi Jinping eine neue Freundschaft geschlossen zu haben. Aber China fühlt sich getäuscht. Das Weiße Haus schiebt die Schuld auf eine vorschnelle Äußerung und unstimmige Kommunikation. Die Folgen aber von solchen Ungenauigkeiten in Zeiten größter Spannungen sind ebenso wenig kalkulierbar, wie ein Erstschlag der Amerikaner gegen ein Nordkorea, das im Besitz von Atomwaffen ist. 

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