Kim Jong-un droht: "Heute wird es ein großes und wichtiges Ereignis geben."

Kim Jong-un droht: "Heute wird es ein großes und wichtiges Ereignis geben."
Nordkorea probt für die Parade auf dem Kim Il-sung Platz im Zentrum von Pjöngjang; Nordkorea, 12. April 2017
Am Samstag wird in Nordkorea der "Tag der Sonne" zelebriert. Er markiert das Geburtstagtsjubiläum des Gründungsvaters der Republik. Nun drohte Kim Jong-un, dass es am heutigen Donnerstag ein "großes und wichtiges Ereignis" geben werde. China ermahnen die USA zur Zurückhaltung.

Hohe nordkoreanische Beamte teilten ausländischen Journalisten mit, dass die Nuklearnation sich am heutigen Donnerstag auf ein großes und wichtiges Ereignis vorbereiten würde. Weitere Einzelheiten wurden durch die Regierungssprecher nicht bekannt. Rund 200 Journalisten befinden sich derzeit in Nordkorea, denn am Samstag wird das 105. Geburtstagsjubiläum des Gründungsvaters Kim Il-sung begangen. Dieses wird auch als “Tag der Sonne“ bezeichnet.

Während Kim Jong-un droht, sind weitere US-Streitkräfte auf dem Weg zur Küste der koreanischen Halbinsel. Die Ankündigung, dass ein US-Marine-Kampfverband zur Koreanischen Insel entsendet wird, hatte die schon angespannte Lage weiter verschlechtert. 

Ein US-Soldat bestückt eine M270A1 (mehrfaches Raketenabschusssystem) mit Raketen, im Rahmen einer Trainingsübung nahe der Demilitarisierungszone

Am Mittwoch kam es zu einem Telefonat zwischen Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping. Hierin ermahnte Xi Jinping seinen amerikanischen Kollegen, eine friedliche Lösung zu finden. Trump hatte via Twitter verkünden lassen, dass er mit oder ohne China das Problem Nordkorea lösen werde.

China warnte die USA vor einem Militärschlag gegen Nordkorea. In der chinesischen Presse, der englischsprachigen Zeitung Global Times, die von der Volkszeitung herausgegeben wird, war zu lesen:

Militäraktionen gegen Nordkorea zu unternehmen, ist sehr viel riskanter als einen Raketenangriff gegen Syrien zu starten.

Auf Trumps Drohungen war zu lesen:

Aber wenn Pjöngjang einen verzweifelten Gegenschlag unternimmt, wird Washington in einem Dilemma gefangen.

Nordkorea sei in der Lage, Südkorea "einen schweren Schlag zu versetzen."

Es wurde auch von "schmutzigen Bomben" gewarnt, die zu unkalkulierbaren nuklearen Verseuchungen führen würde. Die Chinesen sind sich einig, dass die Amerikaner die Gefahrenlage nicht richtig einschätzen würden.

Der japanische Premierminister Shinzo Abe warnte, dass Nordkorea bereits in der Lage sei, mit dem tödlichen Saringift ausgestattete Langstreckenraketen Richtung Japan zu entsenden. Nordkorea hatte bei den letzten Raketentests bekannt gegeben, dass diese US-Stützpunkte in Japan im Visier gehabt hätten. Daraufhin diskutierte das japanische Parlament den Erstschlag und Präventivschlag gegen Pjöngjangs Nuklearwaffenambitionen. Bisher verbietet die japanische Konstitution Japan den Kriegseintritt. Die nationalistischen Kräfte in Japan würden den betreffenden Artikel 9 ihrer Verfassung gerne abändern. Japan sieht sich als Bündnispartner der USA bei einem möglichen Krieg gegen Nordkorea und tritt im Südchinesischen Meer an der Seite der USA auf, um seine Territorialinteressen der Senkaku-Inseln gegenüber China durchzusetzen. 

(dpa/rt deutsch)