Nordkorea wappnet sich gegen eine Invasion durch USA und Südkorea

Nordkorea wappnet sich gegen eine Invasion durch USA und Südkorea
Artillerieeinheit der Koreanischen Volksarmee bei einer Militärübung
Pjöngjang sieht die amerikanisch-südkoreanischen Militärübungen als eine Kriegsvorbereitung gegen ihr Land und bereitet sich auf eine mögliche Invasion vor. Die Zeichen stehen auf Krieg und eine diplomatische Lösung scheint in weite Ferne gerückt.

Als Foal Egale werden die alljährlichen Kriegsspiele bezeichnet, in denen Südkoreaner und Amerikaner den Krieg gegen Nordkorea auf dem Lande, zu Wasser, in der Luft und auch im Netz proben. Zeitgleich mit dem Beginn, stattete der Anführer des nordkoreanischen Regimes Kim Jong-Un seiner Armee einen Besuch ab, die sich gegen eine Invasion auf Pjöngjang aus dem Süden der koreanischen Halbinsel vorbereiten.

Der ehemalige Verbündete Nordkoreas -China - versprach nun Sanktionen des UN-Sicherheitsrats gegenüber Nordkorea umzusetzen. Dies ging aus einem Telefonat eines Regierungsvertreters für Nuklearangelegenheiten Chinas Wu Dawei und seinem südkoreanischen Kollegen Kim Hong-Kyun hervor.

Schiffe der US-amerikanischen und der südkoreanischen Marine während eines Foal-Eagle-Manövers in Südkorea, 24. März 2016.

Nach dem Mord an Kim Jong-Nam in Malaysia, Kim Jong-Uns Halbbruder, wurden die diplomatischen Verbindungen Chinas zum nordkoreanischen Regime angezweifelt. Denn der in China lebende Halbbruder wurde immer als Chinas Triumphkarte gesehen, der im Falle eines Ende des Regimes, das Land in eine neue Zukunft führen könnte. Historisch betrachtet, waren China und Nordkorea Blutsbrüder, die sich verpflichteten die andere Partei im Kriegsfall zu verteidigen.

Der nordkoreanische Deserteur Thae Yong-Ho, ehemals Botschafter im Auftrag Pjöngjangs in London, glaubt an den baldigen Zerfall des Regimes seiner Heimat. Ein Bericht legte nun offen, dass Kim Jong-Un den Gebrauch von Mobiltelefonen seiner Bürger und das Internet erlaube, um diese zu bespitzeln.

Ein eigens vom Regime entwickeltes Computersystem, mit dem glorreichen Namen “Roter Stern“, scannt die Dokumente seiner Nutzer nach regierungskritischen Schlagwörtern.

Aber auf dem Schwarzmarkt blüht der Handel mit südkoreanischen und chinesischen Filmen, Fernsehserien und Popmusik. Der Desarteuer selbst sagte, er habe hierdurch erst erlernt, was Freiheit bedeute. Nordkoreaner, die in der Nähe zu China wohnen greifen auf chinesische Mobilfunkgeräte zurück und klinken sich in das chinesische Netze ein. Südkoreanische Offizielle gaben an, dass die Beziehungen zum Norden einen neuen Tiefstand erreicht haben.

Für eine mögliche Wiedervereinigung hat Südkorea einen Ministerposten. Doch dieser sieht keine Möglichkeit für einen Dialog, solange Nordkorea sich nicht von dem Wunsch nach Nuklearwaffen verabschiedet.

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