US-Medien und Denkfabriken warnen: „China baut Militärpräsenz im Südchinesischen Meer aus“

US-Medien und Denkfabriken warnen: „China baut Militärpräsenz im Südchinesischen Meer aus“
Die „New York Times“ hat Fotos einer US-amerikanischen Denkfabrik veröffentlicht, auf denen angeblich der Bau von militärischen Anlagen auf den umstrittenen Inseln im Südchinesischen Meer zu sehen ist. Bisher versicherte China, die Region nicht militarisieren zu wollen und betont "mit den direkt involvierten Staaten, basierend auf Respekt vor den historischen Tatsachen und dem internationalen Recht, den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren.“

Fotos, die von der US-Denkfabrik „Center für Strategic and International Studies“ gesammelt und bewertet wurden, zeigen angeblich, dass auf drei Inseln im umstrittenen Gebiet Flugzeugbunker gebaut wurden. Gregory B. Poling, Direktor der an der Denkfabrik angegliederten „Asia Maritime Transparency Initiative“, sagte gegenüber der „New York Times“:

„Sie [die Hangars] sind weitaus stärker, als man für zivile Zwecke bauen würde. […] Sie sind befestigt, um Angriffen standhalten zu können.“

Die Flugzeugbunker seien so angelegt, dass sie auch größere Flugzeuge wie strategische Bomber aufnehmen könnten. Jedoch seien bisher keine chinesischen Flugzeuge entdeckt worden.

Neben China beanspruchen auch die Philippinen, Taiwan, Malaysia, Brunei und Vietnam Teile des Gebietes für sich. Ausgiebige Öl- und Gasvorkommen werden dort vermutet.

Russische und chinesische Marine bei einem Manövereinsatz im südchinesischen Meer

Im Juli dieses Jahres entschied ein internationales Ad-hoc-Schiedsgericht in Den Haag, dessen Kosten laut chinesischen Medien vollständig von den Philippinen übernommen wurden, dass Chinas Ansprüche auf die Region nicht rechtmäßig seien.

Allerdings hatte China schon im Jahr 2013 erklärt, dass es das Gericht nicht anerkennt. Weder die Vereinten Nationen noch deren Internationaler Gerichtshof waren am Prozess beteiligt.

Anfang August erklärte der chinesische Botschafter in Russland gegenüber dortigen Medien:

„China besteht auf eine Lösung des Disputs im Südchinesischen Meer durch Dialog und Verständigung mit den direkt involvierten Staaten, basierend auf Respekt vor den historischen Tatsachen und dem internationalen Recht, mit dem Ziel, den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren.“