China bereitet sich mit massiven Marinemanövern auf „überraschenden, grausamen und kurzen“ Krieg vor

Chinesische Fregatte beim Manövereinsatz im Südchinesischen Meer
Chinesische Fregatte beim Manövereinsatz im Südchinesischen Meer
Die chinesische Marine hat ein groß angelegtes Manöver durchgeführt, bei dem „scharf geschossen“ wurde. An der Übung im Ostchinesischen Meer nahmen hunderte Schiffe und U-Boote aus allen drei Flotten der Volksbefreiungsarmee teil.

Die chinesischen Ost-, Nord- und Südsee-Flotten praktizierten sowohl offensive als auch defensive Einsatzmöglichkeiten der chinesischen Seemacht. Die Übung mobilisierte rund 300 Schiffe, dutzende Kampfflugzeuge und die beteiligten Truppen, die für den Küstenschutz, Radar, die Kommunikation und die Abwehr elektronischer Kriegsführung verantwortlich sind, berichtet die Tageszeitung The China Times.

„Das Manöver hatte das Ziel, die Angriffsintensität, Präzision, Stabilität und Geschwindigkeit der Truppen unter schweren elektromagnetischen Einflüssen zu verbessern“, hieß es in einer Erklärung der Marine, die am Montag veröffentlicht wurde. „Ein auf Informationstechnologie basierender Krieg zur See ist überraschend, grausam und kurz, was eine schnelle Übertragung des Kampfstatus, schnelle Vorbereitung und eine hohe Angriffseffizienz erfordert.“

Die beteiligten Truppen und Schiffe wurden in rote und blaue Teams aufgeteilt. Die rote Seite, die Angriffsgruppe, perfektionierte ihre Fähigkeiten, indem Sie die blaue Seite angriff, während dem blauen Team Raketen und Torpedos für einen Gegenangriff zur Verfügung standen. Die Übung deckte insgesamt eine breite Palette von Kampfszenarien ab. Aufklärung, Frühwarnung, Langstrecken-Präzisionsschläge und Luft- und Raketenabwehrfähigkeiten der Marine eingeschlossen.

Chinas Verteidigungsministerium nannte die Übung „Routine“, die nicht gegen Dritte gerichtet sei. Die Übungen finden jedoch zu einer Zeit erhöhter Spannungen in Ostasien statt. Erst vergangenen Monat wies ein internationales Schiedsgericht die territorialen Ansprüche Chinas auf das Südchinesische Meer zurück.

Russische und chinesische Marine bei einem Manövereinsatz im südchinesischen Meer

Peking lehnte die Entscheidung des Ständigen Schiedsgerichtshofs in Den Haag ab und deklarierte das Urteil als „Altpapier“.

Trotz der Gerichtsentscheidung beansprucht China weiterhin den größten Teil des Südchinesischen Meeres, über das jährlich mehr als fünf Billionen US-Dollar in den Handel gelangen, für sich.Darüber hinaus hat China wiederholt vor einer US-Intervention in der Region gewarnt. Die USA würden unter dem Deckmantel der Freiheit der Schifffahrt fortwährend ihre Stärke zeigen.

„Die Volksbefreiungsarmee ist bereit. Wir sollten ihnen eine blutige Nase verpassen wie es Deng Xiaoping im Jahr 1979 mit Vietnam getan hat", teilte eine Quelle mit Verbindungen zum chinesischen Militär der Agentur Reuters mit. 

Letzte Woche kündigte Peking auch an, dass im September eine „Routine“ Marine-Übung mit Russland im Südchinesischen Meer durchgeführt wird.

„Das ist eine Routineübung beider Armeen, deren Ziel es ist, die Entwicklung der strategischen und kooperativen Partnerschaft Chinas und Russlands zu stärken. Die Übung ist nicht gegen Dritte gerichtet“, betonte der Sprecher des chinesischen Verteidigungsministeriums Yang Yujun.