"Recht auf Verteidigung" - Chinesisches Jagdflugzeug fängt US-Spionageflugzeug ab

"Recht auf Verteidigung" - Chinesisches Jagdflugzeug fängt US-Spionageflugzeug ab
Ein "Aufklärungsflugzeug" der US-Luftwaffe ist am Dienstag über dem Ostchinesischen Meer von einer chinesischen J-10 nach US-Darstellung auf „gefährliche Weise“ abgefangen worden. China argumentierte mit seinem Recht auf Selbstverteidigung.

Dem Pentagon zufolge soll sich das chinesische Jagdflugzeug vom Typ J-10 der US-Maschine vom Typ Boeing RC-135 bis etwa 100 Meter im selben Höhenbereich und mit hoher Geschwindigkeit angenähert haben. Es wurde nicht präzisiert, ob das US-Flugzeug ein Ausweichmanöver hätte unternehmen müssen, um einen Zusammenstoß in der Luft zu vereiteln. 

Das US-Verteidigungsministerium kündigte an, den Vorfall auf "diplomatischen und militärischen Kanälen" zur Sprache zu bringen.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Hong Lei, erklärte im Gegenzug, "solche Patrouillen durch die US-amerikanische Seite gefährden Chinas Sicherheit" und rief Washington auf, solche Spionageflüge in Zukunft zu unterlassen. Zudem betonte er: 

"China hat das Recht, in solchen Situationen zu Verteidigungsmaßnahmen zu greifen."

Mitte Mai war es zu einem ähnlichen Vorfall gekommen. Damals hatte ein US-Erkundungsflugzeug „routinemäßig“ den internationalen Luftraum patrouilliert, als „zwei taktische Flugzeuge der Volksrepublik China“ den US-Flieger abgefangen hatten. Die chinesischen J-11 waren ungefähr 15 Meter dicht an der Lockheed EP-3 vorbeigeflogen.

US-amerikanisches "Aufklärungsflugzeug" vom Typ Boeing RC-135
US-amerikanisches "Aufklärungsflugzeug" vom Typ Boeing RC-135