Ausbruch des Mers-Virus in Südkorea - Folge eines missglückten Biowaffen-Experiments?

Quelle: Marines/CC BY-NC 2.0
Quelle: Marines/CC BY-NC 2.0
Der Ausbruch der Virenerkrankung Mers in Südkorea wirft Fragen auf. Ein japanischer Wissenschaftsjournalist hat nun Zweifel an der bislang vorherrschenden Vermutung geäußert, ein 68-jähriger Geschäftsmann habe das Virus aus dem Nahen Osten eingeschleppt. Er sieht Indizien dafür, dass eine Forschungsstation für Biowaffen, die die USA in Südkorea unterhält, den tatsächlichen Beginn der Mers-Infektionskette darstellt.

Seit Mai 2015 verbreitet sich das Coronavirus Mers, das dem Sars-Erreger ähnelt und bislang zu mindestens 180 festgestellten Krankheitsfällen in Südkorea geführt hatte, von denen 29 tödlich endeten. „Der Mers-Effekt bewirkte, dass der Verbrauch zurückging“, zitiert die dpa einen Wissenschaftler vom LG Wirtschafts-Forschungsinstitut in Seoul. Auch wenn die Regierung nun versuche, dem Wachstumsrückgang durch ein zwölf Milliarden Euro teures Konjunkturprogramm gegenzusteuern, wird befürchtet, dass der negative Trend noch über eine längere Zeit hinweg anhalten könnte.

Vom Mers-Ausbruch werden vor allem die Tourismusbranche, das Gastgewerbe, der Einzelhandel und der Unterhaltungssektor erfasst. Reisen werden storniert, Veranstaltungen abgesagt, erst langsam legen immer mehr Menschen die Atemschutzmasken ab, ohne die viele im Laufe der vorangegangenen Monate nicht mehr ihre Häuser verlassen hatten.

Quelle: RT

Der frühere Redakteur der Japan Times und der Pacific News Agency, Yoichi Shimatsu, hat unterdessen auf mehreren alternativen Nachrichtenseiten Zweifel an der These geäußert, dass das Virus tatsächlich, wie derzeit gemutmaßt wird, über einen 68-jährigen südkoreanischen Geschäftsmann aus der Provinz Gyeonggi, etwa 40 Kilometer südlich von Seoul, eingeschleppt worden wäre, der von einer nicht näher bezeichneten Reise aus dem Mittleren Osten zurückgekehrt sei.

Shimatsu behauptet, das Militär hindere Physiker, Ärzte und die staatliche südkoreanische Gesundheitsorganisation daran, nähere Informationen zu erlangen, um die Seuche wirksamer zu bekämpfen.

Im Jahr 2012 war es zu einem Ausbruch der Krankheit auf der arabischen Halbinsel gekommen. Es wurde davon ausgegangen, dass Kamele ihrer spezifischen Antikörperstruktur wegen als Wirte in Betracht kamen, später mehrten sich Spekulationen, wonach Fledermäuse Mers verbreitet haben könnten.

Mers soll es auch bereits seit längerer Zeit unter Menschen geben, so Shimatsu. Es handle sich dabei um eine Form einer „Höhlenmenschen-Krankheit“, die sich in von Fledermäusen bewohnten Klippenbehausungen entlang des Nils verbreitet hätte. Der Einsatz mit abgereichertem Uran bestückter, bunkerbrechender Bomben durch die US-Air Force während der Invasion im Irak, die Tunnelsysteme und Höhlenverstecke zerstören sollten, hätte für das Verteidigungsministerium arbeitenden Mikrobiologen zufolge, die dort lebende Fledermauspopulation in vom Menschen bewohnten Gebiete vertrieben. Dabei soll es die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Virus verstärkt haben, da die Fledermäuse der DU-Munition ausgesetzt worden wären.

Shimatsu schließt noch aus mehreren weiteren Indizien, dass es sich im Falle des Mers-Ausbruchs in Südkorea um die Folgen nicht planmäßiger Zwischenfälle in biologischen Forschungsstationen der US-Armee und ihrer Verbündeter handeln könnte, die nun vertuscht werden sollen.

So weist Shimatsu darauf hin, dass die Forschungen zum Mers-Coronavirus in den USA vom Biological Defense Research Directorate in Fort Detrick, Maryland, kontrolliert würden, wo sich auch das wichtigste Forschungszentrum des Pentagon zur biologischen Kriegsführung befinde.

Auch sei die Mers-Forschung dem „Business of Federal Technologies“-Magazin zufolge erst im April 2014 seitens der ebenfalls mit der Forschung zu biologischer Kriegsführung betrauten Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) zu einer der Top-Prioritäten erhoben worden.

Quelle: MaxMercy /CC BY-SA 3.0

Darüber hinaus sollen in der ersten Phase des Mers-Ausbruchs etwa 100 südkoreanische Soldaten auf der USAF Osan Air Base infolge der Infektion eines Servicemitarbeiters in Quarantäne genommen worden sein. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am 3. Juni 2015. Demnach könnte ein südkoreanischer Soldat, der zuvor mit einem Knochenbruch in ein Privatkrankenhaus eingeliefert worden sein soll, der erste infizierte Koreaner gewesen sein. Shimatsu meint, der Knochenbruch könne auf einen Laborunfall hindeuten.

Die Osan Air Base befindet sich in der Provinz Gyeonggi, aus welcher auch der Geschäftsmann stammen soll, der bislang als Beginn der Infektionskette gilt. Die US-amerikanische und die südkoreanische Armee unterhalten in der Provinz gemeinsame Forschungseinrichtungen.

Über die Spekulationen und Indizien hinaus gibt es jedoch noch keine belastbaren Erkenntnisse, die Shimatsus Mutmaßungen stützen würden. Dennoch werfen seine Hinweise Fragen auf, die auch innerhalb der Bevölkerung Zweifel an den bislang kolportierten Darstellungen nähren.

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