Asien

Universitäten in Afghanistan wieder geöffnet – Strikte Trennung von Männern und Frauen

In den südlichen Provinzen Afghanistans sind die staatlichen Universitäten wieder geöffnet worden. Für Frauen gelten allerdings besondere Regelungen. Sie müssen getrennt von Männern studieren und verhüllende Kleidung tragen.
Universitäten in Afghanistan wieder geöffnet – Strikte Trennung von Männern und FrauenQuelle: AFP © AAMIR QURESHI

Nach einer neunmonatigen Unterbrechung haben am 2. Februar in den wärmeren Provinzen Afghanistans, Kandahar und Helmand, die staatlichen Universitäten ihren Betrieb wiederaufgenommen. Nach Angaben des Bildungsministeriums der ehemaligen afghanischen Regierung sollen vor der Machtübernahme durch die Taliban rund zehn Prozent der 12.000 Studenten der Universität Kandahar Frauen gewesen sein.

Die übrigen Universitäten in den südlichen Provinzen Zabul und Urusgan bleiben weiterhin geschlossen. Ab dem 26. Februar sollen auch Universitäten in den nördlichen Provinzen ihre Tore für Studierende wieder öffnen.

Studieren dürfen sowohl Männer als auch Frauen. Weibliche Studenten werden jedoch aufgefordert, die islamischen Scharia-Gesetze zu befolgen. Dazu gehören die obligatorische Trennung der Geschlechter sowie strikte Kleidungsvorschriften.

Zuvor hatte ein Vertreter des Taliban-Ministeriums für die Förderung von Tugenden und Verhinderung von Lastern gegenüber Reportern erklärt, mit islamischer Kleiderordnung seien die Burka und die schwarze Abaya im arabischen Stil gemeint.  

Nach Angaben des Taliban-Ministeriums für Hochschulbildung werden die unterbrochenen Vorlesungen nach der Öffnung der Universitäten für drei Wochen fortgesetzt, danach soll die Prüfungsphase beginnen. Das neue Semester beginnt in den wärmeren Provinzen am 21. März, während die Universitäten in den Provinzen mit kühlerem Klima erst am 16. April ins neue Semester starten.

Staatliche und private Universitäten waren nach der Machtübernahme durch die Taliban geschlossen worden – angeblich, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Die privaten Universitäten wurden am 15. September 2021 wieder geöffnet. Staatliche Universitäten blieben bis zum 2. Februar 2022 geschlossen.

Mehr zum Thema - Wer ist Schuld an der Hungersnot? Exklusiv-Interview mit Gründer der Hungerhilfe für Afghanistan

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.

Liebe Leser und Kommentatoren,

wir schätzen die Möglichkeit sehr, Ihnen mit der Kommentarfunktion eine Plattform zum gegenseitigen Austausch bieten zu können. Leider müssen wir diese Möglichkeit vorübergehend einschränken, bis effektive Mittel und Wege gefunden sind sicherzustellen, dass dieses Kommunikationsmittel nicht missbraucht wird.

Das Kommentieren auf unserer Website soll für alle so sicher und so wenig einschränkend wie möglich sein, bei alledem jedoch Hass, Hetze und Beleidigungen konsequent ausschließen.

Ihr RT DE-Team