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Saudi-Arabien soll Pakistan zur Anerkennung Israels gedrängt haben

Saudi-Arabien soll Pakistan zur Anerkennung Israels gedrängt haben
Saudi-Arabiens Kronprinz Mohammed bin Salman trifft sich am 15. Oktober 2019 in Riad mit dem pakistanischen Premierminister Imran Khan.
Während der pakistanische Ministerpräsident Imran Khan öffentlich über den Druck der Vereinigten Staaten auf die pakistanische Führung zur Anerkennung Israels sprach, weigerte er sich, andere Länder zu nennen, die Pakistan ebenfalls zu diesem Schritt drängen wollten.

Der prominente pakistanische Journalist Mubasher Lucman glaubt, dass Saudi-Arabien eines der Länder ist, die Islamabad unter Druck setzten, seine Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Lucmans Erklärung erfolgte nach der jüngsten Äußerung des pakistanischen Premierministers Imran Khan, dass Islamabad von den Vereinigten Staaten und anderen ungenannten Ländern "unter Druck" gesetzt worden sei, Israel anzuerkennen." Ich habe keinen Zweifel daran, dass das andere Land, von dem Imran Khan spricht, Saudi-Arabien ist und niemand sonst", sagte Lucman. 

Der pakistanische Außenminister Shah Mehmood Qureshi und sein chinesischer Amtskollege Wang Yi nehmen nach dem ersten strategischen Dialog in Peking an einer Pressekonferenz teil.

Es gebe nur vier Länder, die Pakistan diesen Schritt aufzwingen könnten: Erstens seien dies die Vereinigten Staaten, zweitens Israel, an dritter Stelle Indien und an vierter Stelle Saudi-Arabien. Es gebe kein fünftes Land, das einen solchen Einfluss auf Pakistan habe, erklärte der pakistanische Journalist. Lucman verweist ferner auf die geopolitische Lage der Region sowie auf deren Entwicklung im Laufe der letzten Jahre. Pakistan stehe unter Druck, weil es gute Beziehungen zu "fragwürdigen" Ländern wie China, dem Iran, der Türkei und Malaysia pflege.

"Für mich kommt es nicht in Frage, Israel anzuerkennen, es sei denn, es gibt eine gerechte Lösung, die die Palästinenser zufriedenstellt", sagte Khan seinerzeit in einem lokalen Fernsehinterview. Er unterstrich, dass seine Haltung zur Palästina-Frage vom Gründer Pakistans Muhammad Ali Jinnah inspiriert sei, der in der Vergangenheit Druck grundsätzlich abgelehnt hatte. Islamabad werde den "zionistischen" Staat jedoch erst dann anerkennen, wenn die jahrzehntelange palästinensische Frage "gerecht" beigelegt werde. 

Pakistans Außenminister Shah Mehmood Qureshi

Während der pakistanische Ministerpräsident öffentlich über den Druck der Vereinigten Staaten auf die pakistanische Führung zur Anerkennung Israels sprach, weigerte er sich, die anderen beteiligten Länder zu nennen, die Pakistan angeblich zu diesem Schritt zwingen wollen. Der Druck der US-Amerikaner auf Pakistan hängt, so Khan, mit dem enormen Einfluss Israels auf die USA zusammen, wobei Israels Lobby unter Präsident Donald Trump an Einfluss gewonnen habe.

Dass er die anderen Länder nicht beim Namen nennen könne, begründete Khan damit, dass Pakistan "gute Beziehungen" zu einigen dieser Länder unterhalte und er der wirtschaftlichen Stabilität Pakistans erste Priorität einräume. Denn das Land sei stark von der Hilfe seiner internationalen Verbündeten abhängig. Zu der Frage, welche Länder genau Pakistan zu der Normalisierung der Beziehung mit Israel zu zwingen versuchen, erklärte er: "Lassen Sie uns wirtschaftlich auf eigenen Beinen stehen, dann können Sie diese Frage  stellen."

Die Spannungen zwischen Saudi-Arabien und Pakistan nahmen in letzten Monaten zu, nachdem das Königreich die Rückzahlung eines Milliardenkredits gefordert hatte. Im Oktober 2018 stellte Saudi-Arabien Pakistan ein Finanzpaket in Höhe von 6,2 Milliarden US-Dollar für drei Jahre zur Verfügung. Im Zuge der politischen Spannungen zwischen den beiden muslimischen Ländern, insbesondere im Zuge des Konflikts um Kaschmir, erklärte die saudische Regierung diesen Kreditvertrag vorzeitig für beendet und drängte darauf, den Kredit vollständig zurückgezahlt zu bekommen. Da Pakistan nicht in der Lage war, den Kredit aus eigener Kraft zurückzuzahlen, sprang China als Geldgeber in Form einer Umschuldung ein.

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