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Seoul: Kim Jong-un tut Nordkoreas Erschießung eines südkoreanischen Beamten "sehr leid"

Seoul: Kim Jong-un tut Nordkoreas Erschießung eines südkoreanischen Beamten "sehr leid"
Nordkoreas Staatsoberhaupt Kim Jong-un im September 2020 in Pjöngjang, Nordkorea
Nach Angaben des Büros des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in soll sich das nordkoreanische Staatsoberhaupt Kim Jong-un für den "unschönen Vorfall" – die Erschießung eines südkoreanischen Staatsbeamten Anfang der Woche – entschuldigt haben.

In einem formellen Brief an Seoul habe der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un mitgeteilt, dass es ihm "sehr leid" tue, "durch diesen unerwarteten und unschönen Vorfall Präsident Moon Jae-in und die Südkoreaner enttäuscht zu haben", sagte Suh Hoon, Direktor für Nationale Sicherheit im Büro des südkoreanischen Präsidenten, gegenüber Reportern.

Seoul wirft Pjöngjang Verbrennung eines Südkoreaners als Maßnahme gegen Corona-Verbreitung vor. Auf dem Archivbild: Nordkoreanische Soldaten überwachen die Grenze zu Südkorea in der Nähe der Ortschaft Panmunjom, 16. September 2020

In einer von südkoreanischen Medien zitierten Erklärung räumte Pjöngjang demnach ein, dass der Vorfall etwas sei, "das niemals hätte passieren dürfen". Laut Suh schrieb der nordkoreanische Staatschef, der südkoreanische Beamte sei im Rahmen der Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus erschossen worden.

Es war die erste offizielle Reaktion Pjöngjangs auf den Vorfall vom Dienstag

Die Entschuldigung wurde in einem Brief der Vereinten Frontabteilung des Nordens, die für grenzüberschreitende Beziehungen zuständig ist, an den südkoreanischen Präsidenten Moon zum Ausdruck gebracht. Nordkoreas Führung hoffe, dass der Vorfall nicht die jüngsten Bemühungen untergrabe, das Vertrauen zwischen den Nachbarn zu fördern, zitierte Suh aus dem Brief.

Es war die erste offizielle Reaktion Pjöngjangs auf den Vorfall vom Dienstag. Zuvor hatte Seoul nordkoreanische Grenzsoldaten beschuldigt, einen Mitarbeiter des Ministeriums für Ozeane und Fischerei erschossen zu haben. Der 47-Jährige sei während einer Dienstfahrt auf einem Patrouillenschiff nahe der Seegrenze vor der Westküste unterwegs gewesen, als er plötzlich vom Boot verschwand. Er wurde daraufhin als vermisst gemeldet. 

Symbolbild: Die Frau des nordkoreanischen Regierungsführers Kim Jong-un, Ri Sol-Ju, und die Frau des südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, Kim Jung-Sook, im Kinderkrankenhaus von Pjöngjang, Nordkorea, 18. September 2018.

Pjöngjang widersprach zum Teil der Version des Vorfalls

Das südkoreanische Militär teilte mit, der Mann habe offenbar in den Norden überlaufen wollen. Berichten zufolge sprang er mit einer Schwimmweste vom Boot und trieb in nordkoreanische Gewässer. Der südkoreanische Staatsbürger wurde dann von Soldaten aus dem Norden verhört und kurz darauf erschossen.

Nordkorea fand den Mann in seinen Gewässern und verübte eine brutale Tat, als es ihn erschoss und seinen Körper verbrannte", erklärte der Generalstab der südkoreanischen Streitkräfte. 

Präsident Moon hatte am Donnerstag gesagt , dass der "schockierende" Vorfall "aus keinem Grund hingenommen werden kann". Der Nationale Sicherheitsrat des Landes verlangte von Pjöngjang eine Entschuldigung.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hatte bereits am Mittwoch berichtet, dass Nordkorea die Leiche des Beamten als Maßnahme gegen die Verbreitung des Coronavirus verbrannt habe. Dieser Version widersprach nun Pjöngjang zum Teil. Demnach heißt es in dem Brief, der Körper sei nicht verbrannt worden, sondern das schwimmende Objekt, das den Mann getragen habe. Die Soldaten hätten aber zuvor zehn Schüsse auf den Mann abgegeben, der illegal in nordkoreanische Gewässer eingedrungen sei. "Die Grenzsoldaten hätten gemäß den nationalen Notfallmaßnahmen zur Krankheitsvorbeugung gehandelt", zitierte Suh aus dem Schreiben. Die Leiche sei nach den abgefeuerten Schüssen nicht mehr auffindbar gewesen.

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