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WHO zum Pestausbruch in China: Kein hohes Risiko

WHO zum Pestausbruch in China: Kein hohes Risiko
Pestopfer in Perugia. Manuskript aus dem 16. Jahrhundert.
Im Mittelalter als "Schwarzer Tod" bekannt, löst die Krankheit auch heute noch Schrecken aus: Die Pest wurde bei einigen Personen in der Mongolei und in China festgestellt. Doch die WHO erklärt, dass das kein Grund zur Sorge ist und spricht ihr Vertrauen in die Behörden aus.

Ein Ausbruch der Pest in der Mongolei und in China wird von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht als hohes Risiko eingestuft. Das erklärte die internationale Organisation am Dienstag und fügte hinzu, dass sie die Situation dennoch genau beobachtet.

Beulenpest-Fälle in China und der Mongolei – Ansteckungen offenbar durch Murmeltiere

Die legendäre Krankheit, die dafür bekannt ist, im Laufe der Geschichte weite Teile Europas, des Nahen Ostens und Asiens verwüstet und dabei Millionen von Toten verursacht zu haben, infizierte vor Kurzem in der Mongolei einige Personen und hat sich möglicherweise auf das benachbarte China ausgebreitet. Der Ausbruch sei bisher "gut bewältigt worden", sagte die WHO-Sprecherin Margaret Harris am Dienstag vor Journalisten.

Wir beobachten die Ausbrüche in China, wir beobachten das genau und in Partnerschaft mit den chinesischen Behörden und den mongolischen Behörden", sagte Margaret Harris während einer Pressekonferenz in Genf. "Im Augenblick halten wir [den Ausbruch] ... nicht für gefährlich, aber wir beobachten ihn ...".

Die hoch ansteckende bakterielle Krankheit, die im Mittelalter in Europa als "Schwarzer Tod" bekannt war, hat im Laufe der Geschichte Dutzende von Millionen Menschenleben gefordert und ist für mindestens drei Pandemien verantwortlich, die letzte im 19. Jahrhundert.

Erstmals trat die Krankheit in Westeurasien wahrscheinlich im 6. Jahrhundert auf. In den anschließenden zwei Jahrhunderten gab es immer wieder neue Ausbrüche. Sie soll Schätzungen zufolge innerhalb dieses Zeitraums zwischen 25 und 100 Millionen Opfer gefordert haben. Nach einigen Jahrhunderten relativer Ruhe verheerte die Krankheit erneut im 14. Jahrhundert weite Teile Europas. Dieser zweite Pandemie forderte schätzungsweise 25 Millionen Opfer. Zwischen 30 und 60 Prozent der Einwohner des Kontinents starben an der Krankheit. Bis ins 17. Jahrhundert hinein trat die Krankheit immer wieder in verschiedenen Gebieten Europas auf. Der dritte Ausbruch der Krankheit begann Mitte des 19. Jahrhunderts in China und traf vor allem dieses Land sowie Indien. Allein in Indien führte die Pandemie zu zehn Millionen Toten. Die WHO stuft das Jahr 1981 als Ende dieser Pandemie ein, da damals die Zahl der weltweiten Todesopfer unter 2.000 fiel.

Wirksame Antibiotika und das Wissen um die Wirkungsweise von Epidemien haben sie von einer Naturgewalt, die Zivilisationen umstürzen könnte, zu einer gefährlichen, aber beherrschbaren Infektion gemacht.

Mehr zum Thema - China: Zwei Menschen mit Lungenpest infiziert

In der Mongolei wurde letzte Woche ein Ausbruch festgestellt, nachdem zwei Menschen in der Region Chowd positiv auf die Krankheit getestet worden waren, offenbar nachdem sie Murmeltiere gegessen hatten. Die Nagetiere gelten als natürliche Reservoirs für die Bakterien. Es handelt sich bei den Fällen um die sogenannte Beulenpest, die als weniger tödlich gilt im Verglich zur Lungenpest. Beide Krankheiten werden durch denselben Erreger ausgelöst.

China identifizierte einen mutmaßlichen Einzelfall der Krankheit in der autonomen Provinz Innere Mongolei. In beiden Ländern wird die Krankheit in regelmäßigen Abständen registriert. 

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