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Japan: Zentralbank erwägt Digitalwährung

Japan: Zentralbank erwägt Digitalwährung
Japans Zentralbank hat verkündet, dass sie mit einer digitalen Währung experimentiert, die den traditionellen Yen ersetzen könnte, was eine mögliche Abkehr vom Gelddrucken in dem bargeldliebenden Land signalisiert.

Die Bank of Japan (BoJ) will ihr Geld digitalisieren, um China einzuholen, das bereits damit begonnen hat, seine eigene digitale Zentralbankwährung (CBDC) zu testen.

In dem Bericht mit dem Titel "Technische Hürden für die CBDC" erklärte die BoJ, dass die beiden Haupthindernisse für eine CBDC der universelle Zugang und die Widerstandsfähigkeit seien.

Symbolbild

In Bezug auf den universellen Zugang konzentriert sich der Bericht auf die wenig verbreiteten Smartphone-Nummern in Japan. Laut dem Portal Nikkei.com hatten im Jahr 2018 nur 65 Prozent der Japaner ein Smartphone.

Der Bericht befasst sich auch mit der Frage, wie widerstandsfähig so eine Währung sein muss, wobei die BoJ darauf besteht, dass sie in jeder Notsituation zugänglich sein muss. In Japan ereignen sich zum Beispiel jedes Jahr etwa 1.500 Erdbeben, wie soll eine digitale Währung in solchen funktionieren?

Die Bank wägt derzeit das Für und Wider von zentralisierten und dezentralisierten Systemen ab und stellt fest, dass es "bei massiven Transaktionen für den Einzelhandel in fortgeschrittenen Ländern besser ist, den zentralisierten Typ zu wählen".

In dem Bericht stellt die Bank jedoch auch fest, dass "in den Fällen, in denen die Anzahl der Transaktionen begrenzt ist und die Belastbarkeit und zukünftige Möglichkeiten Priorität haben, Raum für die Berücksichtigung des dezentralisierten Typs besteht".

Im Februar arbeitete die Zentralbank Japans mit den Zentralbanken aus Großbritannien, der Eurozone, der Schweiz, Schweden und Kanada gemeinsam an der Erforschung und Herausgabe von CBDCs.

Japan ist eine Nation mit einer starken Bindung an Bargeld. Erst im vergangenen Jahr wurde berichtet, dass, während sein Nachbarland Südkorea zu 98 Prozent bargeldlos ist, "der entsprechende Anteil für Japan bei mageren 18 Prozent liegt". In China und im Vereinigten Königreich liegt der Anteil bei 60 Prozent beziehungsweise 55 Prozent.

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