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Wegen Grenzkonflikt: Indien blockiert Importe von in China hergestellten US-Produkten

Wegen Grenzkonflikt: Indien blockiert Importe von in China hergestellten US-Produkten
Protestler zerstören bei einer Anti-China-Demonstration in Kalkutta, Indien, chinesische Waren.
Aufgrund des Grenzkonfliktes mit China werden in Indien immer mehr Stimmen laut, die eine Einschränkung von Importen aus dem Nachbarland fordern. Berichten zufolge sollen indische Zollbeamte bereits in China hergestellte Produkte zurückhalten.

Die Zollbeamten in den großen Häfen Indiens halten Importe aus China zurück, darunter US-Waren, die in China von Unternehmen wie Apple, Dell, Cisco und Ford Motor Company hergestellt werden.

Laut Reuters befasste sich eine Lobbygruppe namens US-India Strategic Partnership Forum, die US-Firmen vertritt, in einem Brief an das indische Handelsministerium mit der Eindämmung der Importe. Sie bemerkte:

China macht Indien für Grenzzwischenfall verantwortlich. Auf dem Bild: Ein Rettungswagen und ein indischer Militärkonvoi auf der Autostraße in Richtung Ladakh, 18. Juni 2020

Die Behörden haben die Abfertigung von Industriesendungen aus China (und vielleicht auch anderen Bestimmungsorten) an den meisten großen Häfen und Flughäfen abrupt gestoppt.

Am Mittwoch gab die India Cellular and Electronics Association (ICEA) bekannt, dass ihren Mitgliedern vor Kurzem mitgeteilt wurde, dass es an den Flughäfen in den Städten Neu-Delhi, Mumbai und Chennai ein "neues Untersuchungsverfahren für alle aus China kommenden Sendungen" gebe.

Neu-Delhi arbeitet Berichten zufolge an einer Liste alternativer Länder als Lieferanten kritisch benötigter Komponenten, die derzeit nicht im Inland hergestellt werden können.

Die Notwendigkeit der Importsubstitution trat in Indien nach den Unterbrechungen der Rohstofflieferungen aus China infolge der COVID-19-Pandemie zutage. Nach einem tödlichen Zusammenstoß zwischen Soldaten beider Länder entlang einer umstrittenen Grenze im Himalaja in diesem Monat nahmen die Rufe nach einer Beschleunigung des Prozesses zu.

Es wird erwartet, dass das Bureau of Indian Standards strengere Normen für mindestens 370 chinesische Produkte einführen wird, um sicherzustellen, dass Artikel, die lokal hergestellt werden können, nicht importiert werden.

Die neuen Vorschriften für Importe aus China wurden erlassen, weil Indien versucht, multinationale Unternehmen anzuziehen. Das Land bemüht sich verstärkt darum, mehr als 1.000 US-Unternehmen aus China anzulocken, und soll Berichten zufolge angeboten haben, die Steuer- und Arbeitsgesetze zu lockern sowie einen leichteren Zugang zu Land zu ermöglichen. Die neue Subventionsinitiative ist Teil eines umfassenderen Plans von Premierminister Narendra Modi, der darauf abzielt, die indische Wirtschaft zu stabilisieren.

Im vergangenen Monat wurde berichtet, dass Apple "fast ein Fünftel" seiner Produktion von China nach Indien verlagern wird. Am Dienstag kündigte der weltgrößte Elektrogerätehersteller Foxconn an, dass er im Rahmen eines Diversifikationsprozesses seine Investitionen in Indien in den kommenden Monaten deutlich erhöhen und sich aus China zurückziehen werde.

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