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Himalaya-Region Ladakh: Sorge um Eskalation im Grenzkonflikt zwischen Indien und China

Himalaya-Region Ladakh: Sorge um Eskalation im Grenzkonflikt zwischen Indien und China
Mindestens so schön wie umkämpft: Die Region um den Pangong Tso See im Bezirk Leh, das zu dem sogenannten Unionsgebiet zwischen Indien und China gehört.
Laut indischen Medien sollen sich Tausende chinesischer Truppen auf indischem Boden entlang der Grenze in der Region aufhalten. China wiederum wirft Indien vor, mit Bauvorhaben an der Grenze die Eskalation ausgelöst zu haben. Trump würde gerne vermitteln.

Am 5. Mai kam es zu einem Handgemenge zwischen indischen und chinesischen Truppen am See Pangong Tso, in der Himalaya-Region von Ladakh 4.270 Meter über dem Meeresspiegel. Ein Video, das von einem indischen Soldaten gedreht und über soziale Medien verbreitet wurde, zeigt Soldaten beider Nationen bei Auseinandersetzungen an der Grenze, die als "Line of Actual Control" (LAC) bekannt ist. Während der Konflikte, die bis zum Folgetag andauerten, wurden insgesamt 11 Soldaten auf beiden Seiten verletzt.

Nur drei Tage später und fast 1.200 Kilometer weiter östlich kam es am Nathu-La-Pass im indischen Bundesstaat Sikkim zu einer weiteren Auseinandersetzung, nachdem indische Soldaten eine Patrouille der chinesischen Volksbefreiungsarmee (PLA) aufgehalten hatten. Zwar glätteten beide Länder rasch die Wogen, in dem sie die Vorfälle herunterspielten, doch die Lage bleibt vor Ort nach wie vor angespannt.

"China ist verpflichtet, die Sicherheit seiner nationalen territorialen Souveränität sowie Frieden und Stabilität in den Grenzgebieten zwischen China und Indien zu gewährleisten", erklärte der Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Dienstag. Zwei Tage später sagte das indische Außenministerium, dass es Gespräche mit China führe, um die "Pattsituation" zu lösen.

Laut dem chinesischen Analysten Long Xingchun von der Pekinger Foreign Studies University sind die aktuellen Grenzstreitigkeiten "ein geplanter Schachzug Neu-Delhis". In der Zeitung Global Times schrieb er:

"Indien hat in den letzten Tagen illegal Verteidigungsanlagen jenseits der Grenze auf chinesisches Territorium in der Region des Galwan-Tals gebaut, sodass den chinesischen Grenzverteidigungstruppen keine andere Möglichkeit bleibt, als die notwendigen Gegenmaßnahmen zu ergreifen, und die Gefahr einer Eskalation von Pattsituationen und Konflikten zwischen den beiden Seiten wächst."

Der indische Analyst Ajai Shukla befürchtet wiederum, dass jede weitere Eskalation einen "Kampf mit allen Mitteln" auslösen könnte. "Tausende chinesischer Truppen befinden sich auf indischem Boden. Das Einzige, was ihnen bleibt, ist der Kampf", so Shukla. Und er ergänzte:

"China könnte die Ausrede der Bautätigkeit benutzen, um Druck auf Indien für völlig andere politische oder wirtschaftliche Ziele auszuüben, und das wissen wir nicht. Wir wissen nicht, was die chinesischen Ziele in diesem speziellen Fall sind".

Der Nationale Volkskongress Chinas verabschiedete am Donnerstag den Plan zur Einführung eines Sicherheitsgesetzes in Hongkong.

Um den Konflikt zu entschärfen, seien die USA nach Angaben von Präsident Donald Trump "bereit, willens und fähig", in dem "momentan tobenden Grenzstreit" zwischen China und Indien zu vermitteln. Beide Parteien seien informiert worden, schrieb er am Mittwoch auf Twitter.

Zwischen den beiden bevölkerungsreichsten Ländern der Welt gibt es wegen ihrer langen gemeinsamen Grenze immer wieder Streitigkeiten. Deshalb hatten sie 1962 auch einen kurzen Krieg geführt, den China für sich entscheiden konnte. Trump hat sich bereits in dem seit Jahrzehnten schwelenden Kaschmir-Konflikt zwischen Indien und Pakistan wiederholt als Vermittler angeboten.

Die Regierung in Neu-Delhi winkte diese Offerte jedoch höflich ab. Die Beziehungen Trumps mit China wiederum waren zuletzt infolge der Coronavirus-Pandemie auf einem Tiefpunkt angelangt. Zudem gibt es weiterhin Handelsstreitigkeiten und Spannungen wegen Pekings Umgang mit seiner autonomen Metropole Hongkong. Es scheint daher auch sehr unwahrscheinlich, dass China das Vermittlungsangebot annehmen wird.

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