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Flugzeugabsturz in Pakistan: Flugschreiber soll Erkenntnisse zur Ursache liefern

Flugzeugabsturz in Pakistan: Flugschreiber soll Erkenntnisse zur Ursache liefern
Flugzeugabsturz in Pakistan: Flugschreiber soll Erkenntnisse zur Ursache liefern
Fast alle Insassen des Flugs PK8303 sind beim Absturz in Pakistan am Freitag ums Leben gekommen. Nur zwei Menschen überlebten die Katastrophe. Einer von ihnen schilderte dramatische Szenen an Bord. Inzwischen wurde der Flugschreiber der Maschine geborgen.

Bei dem Absturz einer Passagiermaschine in einem Wohngebiet in Pakistan sind 97 der 99 Insassen ums Leben gekommen. Die Maschine hinterließ am Freitag eine Schneise der Verwüstung, als sie nur wenige Minuten vor der Landung in der Stadt Karatschi abstürzte. Die Bergungsarbeiten gingen auch am Sonntag weiter. Dem Gesundheitsministerium der Provinz Sindh zufolge wurden bisher 26 Passagiere identifiziert und mindestens 45 DNA-Proben von Angehörigen entnommen. Acht Anwohner wurden bei dem Absturz verletzt.

Ein Flugzeug der Pakistan International Airlines (PIA) auf einem Foto vom Februar 2016

Wie ein Sprecher von Pakistan International Airlines (PIA) am Sonntag mitteilte, habe man inzwischen den Flugschreiber des abgestürzten Airbus A320 geborgen. Dieser solle nun der Untersuchungskommission übergeben werden. Die Regierung versprach eine umfassende Untersuchung. Eine vierköpfige Delegation unter Aufsicht der Luftwaffe werde demnach den Unfall rekonstruieren und erste Ergebnisse innerhalb eines Monats präsentieren.  

Der Absturz erfolgte nur eine Woche nach der Entscheidung der pakistanischen Behörden, den Flugverkehr im Inland wieder aufzunehmen. Ein Überlebender schilderte im Fernsehen die dramatischen Momente an Bord vor dem Absturz:

Die Menschen gerieten in Panik und begannen laut zu beten. Der Pilot hielt das Flugzeug für die nächsten zehn bis fünfzehn Minuten in der Luft und machte eine zweite Ansage zur Landung, aber das Flugzeug stürzte ab. Überall waren Schreie von Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen zu hören.

Am Abend nach dem Absturz erzählte Muhammad Zubair dem Sender Geo TV, er habe sich befreit und sei aus etwa drei Metern Höhe aus dem Wrack gesprungen. Der Mann erlitt Verbrennungen.

Eine genaue Ursache der Katastrophe war auch am Sonntag nicht bekannt. Kurz vor dem Absturz habe der Pilot dem Tower zufolge technische Probleme gemeldet, sagte der Chef der betroffenen Airline PIA, Arshad Malik. Funksprüche deuteten auf ein Versagen der Triebwerke der Maschine hin.

Pakistans Luftverkehrsminister Ghulam Sarwar Khan kündigte am Samstag zusätzliche Entschädigung für die Hinterbliebenen der Opfer an. Angehörige sollen neben Versicherungsbeträgen eine Million pakistanische Rupien (umgerechnet rund 5.700 Euro) erhalten. Die beiden Überlebenden sollen die Hälfte des Betrags bekommen. Auch die Anwohner der Absturzstelle, deren Häuser verwüstet wurden, sollen entschädigt werden. Pakistans Premierminister Imran Khan drückte den Opfern und Familien sein Beileid aus.

Zuletzt war es im Jahr 2016 zu einem Absturz einer Maschine der staatlichen Fluggesellschaft PIA mit rund 50 Toten gekommen. (dpa)

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