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China beansprucht Souveränität über umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer

China beansprucht Souveränität über umstrittene Gebiete im Südchinesischen Meer
Symbolbild: Soldat der chinesischen Volksbefreiungsarmee vor einem Plakat mit Präsident Xi Jinping.
Peking beansprucht mit einer Erklärung die Souveränität über mehrere Inseln und andere Gebilde im Südchinesischen Meer. Vietnam, das als Anrainer wie China und weitere Staaten an dem schwelenden Territorialstreit über dieses Seegebiet beteiligt ist, hatte davor gewarnt.

Am Sonntag haben in China das Ministerium für natürliche Ressourcen und das Ministerium für zivile Angelegenheiten eine gemeinsame Mitteilung veröffentlicht, in der die chinesischen Namen und Koordinaten von 25 Inseln, Untiefen und Riffen sowie 55 unterseeischen Bergen und Gebirgskämmen bekannt gegeben wurden, die alle im umstrittenen Südchinesischen Meer liegen. Das berichtete die Nachrichtenagentur AFP.

Die USS America befindet sich zurzeit im Südchinesischen Meer.

Yan Yan, Direktor des Forschungszentrums für Ozeanrecht und -politik am Nationalen Institut für Südchinesische Seestudien, erklärte gegenüber der South China Morning Post, dass die Gebietsansprüche Chinas ein Weg für China seien, seine Souveränität in der Region zu zeigen.

Er merkte an, dass dies nicht das erste Mal ist, dass China eine solche Erklärung abgegeben hat. Die letzte Mitteilung erfolgte während einer Militärübung im Jahr 1983, bei der China Anspruch auf 287 geograpische Objekte im Südchinesischen Meer erhob.

China sieht sich mit einem zunehmend aggressiven Vietnam konfrontiert, da das Land [Vietnam] weiterhin illegal fischt und einseitig Öl- und Gasförderung im Südchinesischen Meer betreibt", sagte Yan. "Als diesjähriger Vorsitzender des Verbands Südostasiatischer Nationen sollte Vietnam mehr Zurückhaltung üben, anstatt aggressiv zu handeln."

Im vergangenen Monat überreichte Vietnam eine diplomatische Note an die Vereinten Nationen, in der die Regierung in Hanoi gegen Chinas Souveränitätsansprüche im Südchinesischen Meer protestiert.

China hat seine Aktivitäten im Südchinesischen Meer in den vergangenen sechs Jahren verstärkt. Am Samstag gab man in Peking eine administrative Umorganisierung bekannt. Ab jetzt gäbe es zwei neue Bezirke, die im Meer liegen. Die betreffenden Gebiete überschneiden sich jedoch mit den Souveränitätsansprüchen von Vietnam.

Der Staatsrat hat kürzlich die Einrichtung der Bezirke Xisha und Nansha als Teile der Stadt Sansha genehmigt", teilte das Ministerium für zivile Angelegenheiten unter Nennung der jeweiligen chinesischen Namen für die Paracel- und Spratly-Inseln mit.

Vietnam reagierte darauf, indem es erklärte, dass Chinas Handlungen die eigene territoriale Souveränität "ernsthaft verletzt" hätten. Das chinesische Außenministerium wiederum teilte am Dienstag mit, dass die Spratly- und Paracel-Inseln Chinas "angestammte Gebiete" und daher Vietnams Ansprüche im Südchinesischen Meer "illegal" seien.

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