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Nachricht ohne Beweise? CNN berichtet über kritischen Gesundheitszustand Kim Jong-uns

Nachricht ohne Beweise? CNN berichtet über kritischen Gesundheitszustand Kim Jong-uns
Nachricht ohne Beweise? CNN berichtet über kritischen Gesundheitszustand Kim Jong-uns (Foto wurde von der Nordkoreanischen zentralen Nachrichtenagentur am 10. April veröffentlicht)
Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un befindet sich nach einer Operation in kritischem Zustand. Dies hat US-Nachrichtensender CNN unter Berufung auf eine namenlose Quelle der US-Regierung berichtet. Die Gerüchte wurden jedoch von Seoul und Peking zurückgewiesen.

"Die USA verfolgen nachrichtendienstliche Informationen, wonach Nordkoreas Anführer Kim Jong-un nach einer Operation in großer Gefahr sei, wie ein unmittelbar informierter US-Beamter berichtet", erklärte CNN-Chefkorrespondent für nationale Sicherheit, Jim Sciutto, am Montagabend.

Der Bericht sei erschienen, nachdem das in Seoul ansässige Nachrichtenportal Daily NK mitgeteilt hatte, dass Kim Jong-un sich am 12. April einem "kardiovaskulären chirurgischen Eingriff" unterzogen hätte und sich vermutlich an einem Ort an der Ostküste des Landes erholen würde.

Keine der Informationen wurde durch Beweise belegt, die beiden Aussagen stützen sich lediglich auf anonyme Quellen. Jedoch wurde der CNN-Bericht von mehreren Medien aufgegriffen, darunter Bloomberg, die Washington Times und anderen. Während einige voreilige Schlussfolgerungen über Kims Gesundheitszustand zogen und mutmaßten, dass der nordkoreanische Staatschef wohl erliegen könne, mahnten andere wiederum zur Vorsicht und bemerkten, "nicht verifizierte Berichte" dürften nicht für bare Münze genommen werden.

Eine südkoreanische Regierungsquelle, die von der Nachrichtenagentur Yonhap zitiert wurde, berichtete, dass Seoul "keine ungewöhnlichen Anzeichen" in Bezug auf Kims Gesundheitszustand gesehen habe und bemerkte, dass der nordkoreanische Führer "bis vor kurzem" in der Öffentlichkeit unterwegs gewesen sei.

Dem CNN-Bericht wurde auch von Peking widersprochen. Man glaube nicht, dass das Leben des nordkoreanischen Führers in Gefahr sei, hieß es.

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