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Venezuela: Gespräche mit ausländischen Konzernen über Privatisierungen im Ölsektor

Venezuela: Gespräche mit ausländischen Konzernen über Privatisierungen im Ölsektor
Die staatliche Ölgesellschaft Venezuelas (PDVSA) ist insbesondere durch die US-Sanktionen schwer gebeutelt. Diese stehen auch möglichen ausländischen Übernahmen und Beteiligungen entgegen.
Die Regierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro erwägt die Öffnung des staatlichen Ölsektors für ausländische Konzerne. Dies würde eine Abkehr von der bisherigen Politik der Nationalisierung bedeuten. Allerdings stehen dem die US-Sanktionen entgegen.

Vertreter der venezolanischen Regierung von Präsident Nicolás Maduro haben Gespräche mit ausländischen Energiekonzernen über deren Beteiligung an der staatlichen Ölgesellschaft Petróleos de Venezuela SA (PDVSA) geführt, berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg.

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(Symbolbild Caracas, 18. April 2019: Werbung der venezolanischen Landes-Kryptowährung Petro auf einer Gebäudefassade)

Bei den beteiligten Konzernen handele es sich um Rosneft aus Russland, Repsol aus Spanien und Eni aus Italien.

Die Idee ist, ihnen die Übernahme von staatlich kontrolliertem Ölanlagen und die Umstrukturierung einiger Schulden der staatlichen Ölgesellschaft PDVSA im Tausch gegen Vermögenswerte zu ermöglichen", so Bloomberg unter Berufung auf informierte Kreise.

Die Pläne dazu befinden sich demnach in einer frühen Phase und sehen sich großen Schwiergkeiten gegenüber.

Die venezolanischen Gesetze müssten geändert werden, es besteht Uneinigkeit darüber, wie die Operationen finanziert werden sollen. Die Sanktionen Washingtons verbieten es allen US-Unternehmen, mit dem Maduro-Regime ohne Lizenzierung Geschäfte zu machen. Die Sanktionen haben auch Nicht-US-Firmen davon abgehalten, in Venezuela zu investieren.

Die Produktion des staatlichen Ölkonzerns, der auf den größten derzeit bekannten Ölreserven der Welt sitze, sei von einst 3,5 Millionen Barrel pro Tag auf das Rekordtief von 700.000 Barrel pro Tag gefallen. Die Unternehmensfinanzen seien in einem desaströsen Zustand, ebenso wie Devisenreserven des venezolanischen Staates.

Eine Änderung der Politik des US-Finanzministeriums würde mit ziemlicher Sicherheit die Unterschrift des Oppositionsführers Juan Guaidó erfordern, der von Washington gegen die Regierung Maduro unterstützt wird", schreibt Bloomberg.

Guaidó und seine Anhänger der – mittlerweile gespaltenen – venezolanischen Opposition würden zwar größere ausländische Beteiligungen und Investitionen begrüßen, doch alles ablehnen, was Maduros Überleben dienen könnte. Stattdessen fordern sie offen das Ende "der widerrechtlichen Machtausübung" durch Maduro und neue Präsidentschaftswahlen.

Der neu gewählte Präsident der venezolanischen Nationalversammlung Luis Parra (M.) und seine beiden Stellvertreter Franklyn Duarte (r.) und José Gregorio Noriega (l.) gehören mit zu den von den neuen US-Sanktionen betroffenen Oppositionsabgeordneten.

Bloomberg zufolge ließen sowohl PDVSA und die mutmaßlichen Gesprächspartner Rosneft, Repsol und Eni als auch das US-Finanzministerium Anfragen zu Stellungnahmen unbeantwortet.

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Einige US-Ölfirmen wie beispielsweise Chevron sind weiterhin mit befristeten Lizenzen in Venezuela aktiv, schreibt Bloomberg. Was mit diesen Lizenzen im Falle einer Umsetzung der Privatisierungspläne von Maduro geschehen würde, sei unklar.

Der Ölsektor gelte seit langem als Venezuelas Kronjuwel und als eine derart kostbare Ressource, dass die venezolanische Verfassung strenge Beschränkungen für ausländisches Eigentum und ausländische Beteiligung vorsieht.

Allerdings habe die Krise des Landes infolge von Missmanagement und Korruption, dem Einbruch der Ölpreise und ausländischem Druck wie der Sanktionspolitik der USA und ihrer Verbündeten die Regierung Maduro in jüngster Zeit dazu veranlasst, viele sozialistische Prinzipien zu verbiegen.

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