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Bolivianische Putschregierung benennt Militärschule nach den Mördern Che Guevaras

Bolivianische Putschregierung benennt Militärschule nach den Mördern Che Guevaras
Bolivianische Soldaten in den Straßen von La Paz am vergangenen Donnerstag
Die Putschregierung in Bolivien hat die von Evo Morales gegründete antiimperialistische Militärschule verschwinden lassen. Der Name der Nachfolgeinstitution erinnert an die Soldaten, die vor über 50 Jahren Che Guevara ermordeten. Der neue Name scheint Programm.

Die im Jahr 2016 von dem damaligen Präsidenten Boliviens, Evo Morales, für die bolivianischen Streitkräfte geschaffene Militärschule wurde von der durch einen Putsch an die Macht gekommenen Regierung des Landes durch eine andere Bildungseinrichtung ersetzt.

Frauen der indigenen bolivianischen Mehrheitsbevölkerung stehen im Kongressgebäude in La Paz vor einer Büste des gestürzten Präsidenten Evo Morales

Besonders interessant ist dabei die Namensgebung: Die neue Einrichtung heißt "Schule der Helden von Ñancahuazú"; benannt wurde sie nach den Mördern des argentinischen Revolutionärs Che Guevara. Der Name der früheren Einrichtung lautete "Schule des antiimperialistischen Kommandos General Juan José Torres Gonzáles".

Diese Schule wurde in die militärische Ingenieursschule integriert. Jene Einrichtung wurde nach den Soldaten benannt, die unter Anleitung der CIA Che Guevara am 8. Oktober 1967 bei La Higuera verwundet gefangen nahmen, ihn verhörten und dann ohne Gerichtsprozess am 9. Oktober erschossen.

Luis Fernando López, der Verteidigungsminister der gegenwärtigen faktischen Regierung, erklärte am Donnerstag der vergangenen Woche, die ursprüngliche Bildungseinrichtung habe mit ihrer Ausrichtung nicht zur militärischen Doktrin der Streitkräfte gepasst. Die Bolivianer seien nicht "anti-irgendwas":

Unter diesem antiimperialistischen Konzept werden fremdartige Doktrinen geschaffen. Das hat nichts mit dem Geist der Bolivianer zu tun.

Die selbst ernannte "Interimspräsidentin" Jeanine Áñez hatte zuvor wiederholt erklärt, dass "ideologisierte Bildungseinrichtungen" nicht zur Bildung beigetragen hätten.

Der neue Geist des bolivianischen Militärs zeigt sich indessen nicht nur an Äußerlichkeiten wie der Namensgebung von Institutionen. In den vergangenen Tagen wurde die Präsenz des Militärs in den Straßen des Landes drastisch erhöht. Dort soll das Militär angeblich zur "Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung beitragen". Die Mobilisierung erfolgt wenige Tage vor dem 22. Januar, an dem die Gründung des "Plurinationalen Staates Bolivien" begangen wird. Auf seinem Twitter-Account lobte sich das Militär selbst, seine Präsenz werde von den Bürgern begrüßt.

Auf Twitter veröffentlichte Bilder und Videos zeigen, wie massiv das Auftreten der Streitkräfte ist, das offenbar dazu dient, Gegner der Putschregierung einzuschüchtern und dennoch auftretende Proteste schnell und massiv niederschlagen zu können. Ein Nutzer schrieb zu einem der Videos:

Uns erreichen Bilder der 'wahren Demokratie', die in Bolivien vorherrscht. Bilder, die wir während Evo Morales' 'Diktatur' nie gesehen haben. Post-Wahrheit in all ihrer Herrlichkeit.

Mehr zum Thema - Bolivien: Putschistenführer gibt Vereinbarung mit Armee und Polizei zum Sturz von Morales zu

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