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Bolivien: Putschistenführer gibt Vereinbarung mit Armee und Polizei zum Sturz von Morales zu

Bolivien: Putschistenführer gibt Vereinbarung mit Armee und Polizei zum Sturz von Morales zu
Putschistenführer Luis Fernando Camacho begrüßt am 10. November 2019 einen Polizeioffizier in der bolivianischen Hauptstadt La Paz. Camacho machte eigenen Angaben zufolge gemeinsame Sache mit Armee und Polizei, um den wiedergewählten Präsidenten Evo Morales zu stürzen.
Die Führungen von Armee und Polizei verweigerten dem wiedergewählten Präsidenten Boliviens, Evo Morales, die Unterstützung und drangen ihn zum Rücktritt. Dass es sich dabei um einen mit der rechten Opposition verabredeten Putsch handelte, gibt ihr Führer nun offen zu.

In einem Video, das in den sozialen Netzwerken zirkuliert, spricht der frühere Anführer der sogenannten Bürgerbewegungen und aktuelle Präsidentschaftskandidat in Bolivien Luis Fernando Camacho offen darüber, dass es sein Vater war, der mit den Streitkräften und der Polizei eine Vereinbarung getroffen hatte, damit sich die Sicherheitskräfte der Strategie der Putschisten anschließen und nicht gegen die gewaltsamen Proteste gegen die Regierung des wiedergewählten Präsidenten Evo Morales vorgehen.

Es war mein Vater, der die Vereinbarung mit den Militärs getroffen hatte, damit diese nicht ausrücken", versichert Camacho in dem Video.

Die Umstände, unter denen das Video zustande kam, werden in der Aufnahme nicht deutlich.

Camacho bestätigt darüber hinaus, dass nach dem Abschluss der Vereinbarung, der derzeitige De-facto-Verteidigungsminister Luis Fernando López mit der Koordination von Militär und Sicherheitskräften beauftragt war. Die Verweigerung der Unterstützung der Streitkräfte und Polizei für die Regierung Morales war einer der entscheidenden Faktoren dafür, dass sich der wiedergewählte Präsident am 10. November von seinem Amt zurückzog und sagte, dass er dies "wegen eines Staatsstreiches" tue.

Der damalige Oppositionsführer hatte das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen am 20. Oktober, bei denen Morales in der ersten Runde mit 47 Prozent der Stimmen gewonnen hatte, nicht anerkannt und in der Stadt Santa Cruz einen Rat um sich versammelt, von dem aus er Morales aufforderte, innerhalb von 48 Stunden zurückzutreten.

Als wir sicher sein konnten, dass beide [Polizei und Armee] nicht ausrücken werden, hatten wir die 48 Stunden [als Frist] gesetzt", so Camacho in der Aufnahme.

Am Samstag äußerte sich der abgesetzte Präsident Morales auf Twitter zu dem Video.

Er nannte es einen "klaren Beweis" dafür, dass es in Bolivien einen Staatsstreich gab, auch wenn die De-facto-Regierung von Jeanine Áñez, dem Verlierer der Präsidentschaftswahlen Carlos Mesa und Camacho selbst "versuchen, es zu leugnen". Die Justiz müsse gegen die "Putschisten und Völkermörder" vorgehen, so Morales.

Mehr zum Thema - Geleakte Audiodateien deuten auf Vorbereitungen für einen US-gestützten Putsch in Bolivien hin

Morales nahm via Twitter auch zu seinem momentanen Asyl in Argentinien Stellung, wonach die dortige US-Botschaft die argentinische Regierung von Alberto Fernández darum ersucht habe, sein "politisches Asyl, wie zu Zeiten des Planes Condor" zu begrenzen:

Die Komplizenschaft der Vereinigten Staaten beim Staatsstreich in Bolivien ist derart offensichtlich, dass die US-Botschaft in Argentinien für die Putschisten spricht.

In Presseerklärungen hatte kürzlich die US-Botschaft in Argentinien die Regierung Fernández gebeten, "die Demokratie in Bolivien" zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass der Ex-Präsident Boliviens "nicht seinen Status missbraucht", den er durch sein Asyl in dem südamerikanischen Land genießt.

Die gegenwärtige argentinische Regierung bekräftigte heimischen Agenturmeldungen zufolge, dass Morales mit seinen politischen Aktivitäten im Land fortfahren wird.

Beim 'Plan Condor' handelte es sich um koordinierte Aktionen in den 1970er und 1980er Jahren zwischen den Vereinigten Staaten und den südamerikanischen Militärdiktaturen in Chile, Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Bolivien gegen linke Regierungen und zur Durchsetzung des Neoliberalismus in der Region. Laut Angaben von Menschenrechtsorganisationen wurden im Rahmen der Operation Condor 50.000 Personen ermordet, 400.000 inhaftiert und 30.000 als vermisst gemeldet.

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