icon bookmark-bicon bookmarkicon cameraicon checkicon chevron downicon chevron lefticon chevron righticon chevron upicon closeicon v-compressicon downloadicon editicon v-expandicon fbicon fileicon filtericon flag ruicon full chevron downicon full chevron lefticon full chevron righticon full chevron upicon gpicon insicon mailicon moveicon-musicicon mutedicon nomutedicon okicon v-pauseicon v-playicon searchicon shareicon sign inicon sign upicon stepbackicon stepforicon swipe downicon tagicon tagsicon tgicon trashicon twicon vkicon yt

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro attackiert Leonardo DiCaprio wegen Waldbränden im Amazonas

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro attackiert Leonardo DiCaprio wegen Waldbränden im Amazonas
Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro attackiert Leonardo DiCaprio wegen Waldbränden im Amazonas (Archivbild)
Im Streit um die jüngsten Brände im Amazonasregenwald hat Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro schwere Vorwürfe gegen den Schauspieler Leonardo DiCaprio erhoben. Der Umweltaktivist soll dem Politiker zufolge NGOs Geld gezahlt haben, um den Amazonas in Brand zu stecken.

"Leonardo DiCaprio ist ein netter Kerl, oder?", sagte der brasilianische Staatschef am Freitag vor der Präsidentenresidenz in Brasília zu Anhängern. "Geld geben, um den Amazonas in Brand zu stecken." Am 28. November hatte der Abgeordnete und Sohn des Präsidenten Eduardo Bolsonaro auf Twitter behauptet, dass der US-Schauspieler der Umweltschutzorganisation WWF 300.000 Dollar gespendet habe, die ihrerseits 70.000 Dollar für Fotos des in Flammen stehenden Regenwaldes gezahlt habe.

Zuvor warf Jair Bolsonaro bereits Nichtregierungsorganisationen vor, die Brände gelegt zu haben, um wegen der dramatischen Bilder dann mehr Spendengelder einsammeln zu können. Der WWF wies die Vorwürfe zurück.

Korruption war und ist die Hauptursache für die Zerstörung des Amazonasgebiets, für Landraub, Gewalt gegen lokale Gemeinschaften und indigene Völker, illegale Aktivitäten und Holzdiebstahl. Was wir von der Regierung erwarten, ist der Mut, das Problem der Brandstiftung und der Bodenspekulation anzugehen", hieß es in einer Stellungnahme der Organisation.

Die brasilianische Regierung war wegen ihrer Umweltpolitik zuletzt international in die Kritik geraten. Die heftigen Waldbrände in der Trockenzeit hatten auf der ganzen Welt für Bestürzung besorgt. Zuletzt waren in der Region Pará vier freiwillige Feuerwehrleute festgenommen worden, weil sie angeblich Brände gelegt haben sollen. Die Staatsanwaltschaft stellte später klar, dass es keinerlei Grundlage für diese Vorwürfe gebe. Die Männer wurden daraufhin wieder auf freien Fuß gesetzt.  

Jair Bolsonaro sieht den Regenwald vor allem als wirtschaftliches Potenzial und will mehr Flächen für Landwirtschaft, Bergbau und Energiegewinnung erschließen. Kritiker werfen ihm vor, Holzfäller und Farmer zur Abholzung und Brandrodung zu ermutigen. (dpa)

Mehr zum ThemaUmdenken im Agrargeschäft? Amazonas-Zerstörung ruft in Brasilien unterschiedliche Reaktionen hervor

Folge uns aufRT
RT

Diese Webseite verwendet Cookies. Klicken Sie hier, um mehr zu erfahren

Cookies zulassen