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Evo Morales: "Die Putschisten wollten mich umbringen"

Evo Morales: "Die Putschisten wollten mich umbringen"
Morales im November 2019 in Mexiko-Stadt
Die Putschisten hätten versucht, ihn zu ermorden. Das erklärte Evo Morales in einem Interview mit RT Spanisch. Ein vermeintlicher Zwischenfall mit einem Hubschrauber im Oktober sei in Wahrheit ein Attentatsversuch gewesen, den abtrünnige Militärs unternommen hätten.

Der gestürzte bolivianische Präsident Evo Morales sagte, er habe keinen Zweifel, dass ein mechanischer Defekt an einem Hubschrauber, mit dem er im vergangenen Monat unterwegs war, ein Attentatsversuch und kein Unfall war.
In einem exklusiven Interview mit dem ehemaligen ecuadorianischen Präsidenten Rafael Correa auf RT Spanisch sagte Morales, dass der Vorfall – offenbar ein mechanischer Fehler am Heckrotor – passierte, als er einer Eröffnungszeremonie für eine neue Straße flog.

Bolivien: Das Militär kommt gegen Anhänger des gestürzten Präsidenten Evo Morales zum Einsatz (La Paz, 15. November 2019).

Morales war durch einen rechten Militärputsch gestürzt worden und floh vergangene Woche aus Bolivien, um Asyl in Mexiko zu erhalten. Er erklärte, dass er regelmäßig mehrmals am Tag und auch bei schlechtem Wetter mit Hubschraubern geflogen sei, es aber niemals Probleme dieser Art gegeben hätte.

Der gestürzte Präsident machte den Luftwaffengeneral Jorge Gonzalo Terceros Lara, der sich in jüngster Zeit "völlig verändert" habe, für den mutmaßlichen Anschlag  verantwortlich. Morales verwies auch darauf, dass Putschist Luis Fernando Camacho am selben Tag angekündigt habe, dass die Bolivianer im Begriff seien, "Evos Sturz zu erleben" und dass dieser "auf Video festgehalten" werde. Morales sagte:

Als die Nachricht kam, dass wir den Absturz in dieser Nacht überlebt hatten, waren diejenigen enttäuscht, die erwarteten, dass der Präsident dabei sterben würde.

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In den Tagen danach, so Morales, begann die Polizei, sich den Demonstranten auf den Straßen anzuschließen. Bei einem Besuch in Chimoré an jenem Samstag habe ihm ein Polizist "zahlreiche SMS und Telefonanrufe" gezeigt, in denen 50.000 Dollar" für die Ergreifung des Präsidenten versprochen wurden. Der Beamte habe ihn gewarnt, vorsichtig zu sein, die Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen und in die Hauptstadt La Paz zurückzukehren, so Morales weiter.

Evo Morales forderte am Mittwoch die UNO auf, einzugreifen und den Putsch und das anschließende Massaker an indigenen Bolivianern durch die Polizei anzuprangern. Die Menschen hatten gegen seinen Sturz protestiert, nachdem die selbsternannte "Interimspräsidentin" Jeanine Áñez die Macht gewaltsam übernommen hatte.

In dem Gespräch mit Correa erklärte Morales auch, dass hinter dem Putsch die Eliten des Landes steckten, die die Demokratie nur so lange unterstützten, wie sie ihren Interessen diene. Mit der Verstaatlichung der Ressourcen des Landes hätten sich diese nie abgefunden. Eine zentrale Rolle hätten die bolivianischen Lithiumvorräte gespielt.

Das Interview mit Evo Morales wird auch auf RT Deutsch zu sehen sein.

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