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Venezolanische Oppositionelle greifen Botschaft in Brasilien an

Venezolanische Oppositionelle greifen Botschaft in Brasilien an
Streit zwischen venezolanischen Regierungsanhängern und Oppositionellen vor der Landesbotschaft in Brasilien.
Berichten zufolge haben Unterstützer des venezolanischen Oppositionspolitikers Juan Guaidó versucht, die Botschaft in Brasilien zu stürmen. Guaidó erklärte sich selbst im Januar 2019 zum Interimspräsidenten. Er übt aber keine reale Macht in Venezuela aus.

Der stellvertretende Minister für das venezolanische Außenministerium, Yván Gil, erklärte, dass ein Trupp von Guaidó-Unterstützern die Botschaft des Landes in Brasilien um vier Uhr morgens vor Ort angegriffen hatte.

Die selbsternannte Übergangspräsidentin Jeanine Áñez auf dem Balkon des Präsidentenpalastes in La Paz

Gil forderte die brasilianische Regierung auf, in die Situation einzugreifen und die Botschaft im Rahmen des Wiener Übereinkommens über diplomatische Beziehungen zu schützen. Er warnte davor, dass der Angriff sonst zu einem "wichtigen Präzedenzfall" werden könnte.

Eine Quelle im brasilianischen Außenministerium teilte mit, dass ein brasilianischer Diplomat zur venezolanischen Botschaft geschickt wurde, um den Streit zwischen seinem Personal und den Unterstützern von Guaidó beizulegen. Die Quelle erklärte, dass die Sicherheit der Personen im Botschaftsgebäude die "Priorität" sei.

Die brasilianische Tageszeitung Estadão berichtete unter Berufung auf Guaidó-Vertreter, dass das Personal der Botschaft angeblich den Guaidó-Unterstützern freiwillig die Türen öffnete und ihn als legitimen Präsidenten anerkannte.

Andere Medien berichteten dagegen übereinstimmend, dass der venezolanische Beauftragte in Brasilien, Freddy Meregote, die Eindringlinge beschuldigte, venezolanisches Territorium zu verletzen, und soziale Bewegungen und Parteien aufforderte, die Abwehr der Invasion zu unterstützen. Der brasilianische Parlamentarier Paulo Pimenta sprach von "einen ziemlich heftigen Streit", der auf dem Gelände der Botschaft zwischen dem Botschaftspersonal und den Guaidó-Unterstützern stattgefunden haben soll.

Die Botschaft wird seit dem frühen Morgen von einer Gruppe von Brasilianern und Venezolanern belagert", sagte Pimenta.

Es habe Anzeichen dafür gegeben, dass die Polizei oder das Außenministerium die Aktionen der "Rebellen" unterstützte oder schützte und beabsichtigte, den Ort mit Gewalt zu übernehmen, so Pimenta weiter.

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Der Twitter-Account des venezolanischen stellvertretenden Außenministers Yván Gil erwähnte ebenfalls den Übernahmeversuch. Gil forderte die brasilianischen Behörden auf, die internationalen Abkommen zum Schutz diplomatischen Personals einzuhalten. Jandira Feghali, Mitglied der Kommunistischen Partei Brasiliens, berichtete ebenfalls über den Vorfall und verurteilte ihn als einen "Angriff auf [Venezuelas] Souveränität und Demokratie".

Seit seiner Selbstinthronisierung als "Übergangspräsident" übt Guaidó keine Macht in seinem Heimatland aus. Die große Mehrheit der Staaten erkennt weiterhin den bisherigen Amtsinhaber Nicolás Maduro als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.

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