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Krise in Haiti: Mindestens 17 Tote und 189 Verletzte bei Protesten seit Mitte September

Krise in Haiti: Mindestens 17 Tote und 189 Verletzte bei Protesten seit Mitte September
Ein Demonstrant schwenkt eine haitianische Flagge beim Protest vor der zentralen Vertretung der Vereinten Nationen gegen Präsident Jovenel Moïse am 4. Oktober 2019 in Port-au-Prince, Haiti.
Haiti befindet sich in einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise, die sich im August durch den Treibstoffmangel verschärft hat. Seit Mitte September kommt es zu heftigen Protesten gegen den Präsidenten Jovenel Moïse. Der Aufruhr ist auch eine Folge der Krise in Venezuela.

Bei den seit dem 16. September andauernden neuen gewalttätigen Protesten in Haiti sind mindestens 17 Menschen getötet und 189 verletzt worden, teilte die Nichtregierungsorganisation RNDDH (National Human Rights Defense Network) am vergangenen Donnerstag mit. Demnach befinden sich auch zwei Minderjährige unter den Todesopfern.

Die meisten Todesfälle gab es im Norden des karibischen Inselstaates, wo die NGO neun Todesfälle und 46 Verletzte registriert hat. Im Westen, wo sich die Hauptstadt Port-au-Prince befindet, starben drei Menschen und 85 wurden verletzt.

Von den 189 Verletzten weisen 117 Schusswunden auf, darunter sind auch zwei Journalisten. Seit dem Beginn der Ausschreitungen wurden RNDDH zufolge sechs Pressemitarbeiter von bewaffneten Protestlern körperlich angegriffen.

Menschen auf einem Motorrad fahren an einem brennenden Auto vorbei,  Port-au-Prince, Haiti.

In dem Bericht heißt es auch, dass fünf Polizeistationen von Demonstranten attackiert wurden, vier davon am 27. September, dem Tag mit den bisher massivsten Protesten gegen die Regierung von Präsident Jovenel Moïse.

Die andauernde schwere politische und wirtschaftliche Krise in Haiti hat sich Mitte August durch den Treibstoffmangel verschärft und zu massiven Unruhen mit Forderungen nach dem Rücktritt des Präsidenten geführt.

Seit dem vergangenen 16. September lähmen Straßenblockaden rund um Port-au-Prince und anderen Städte das Land. Der Mangel an Treib- und Brennstoffen beeinträchtigt insbesondere den Betrieb von Krankenhäusern und Bildungseinrichtungen sowie die Versorgung mit Lebensmitteln und Trinkwasser. Viele Menschen haben keine Arbeit.

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Die Opposition rief am Freitag einen neuen Tag der Proteste aus. Sie fordert den Rücktritt des Präsidenten, da er die Kontrolle über das Land verloren habe. Dabei wurden Aufrufe an die internationale Staatengemeinschaft laut, sich gegen den haitianischen Präsidenten zu stellen. Einige Demonstranten baten auf Transparenten die Vereinigten Staaten um Hilfe.

Mehrere Menschenrechtsorganisationen forderten Präsident Moïse auf, eine weitere Verschärfung der Krise zu vermeiden.

Moïse rief zum Dialog auf und berief eine Kommission, um die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung zu garantieren.

Der Treibstoffmangel, der die seit Monaten schwelende politische und wirtschaftliche Krise in Haiti seit August zusätzlich verschärft, geht unter anderem auch auf die angespannte Situation in Venezuela zurück. Der staatliche Erdölkonzern PDVSA ist infolge der Sanktionen gegen Venezuela nicht mehr in der Lage, Haiti im Rahmen des regionalpolitischen Entwicklungsprogramms Petrocaribe mit günstigen Ölprodukten zu versorgen.

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