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"Ohne IWF blühte die Wirtschaft": Ecuador und der Fall Assange (Interview)

"Ohne IWF blühte die Wirtschaft": Ecuador und der Fall Assange (Interview)
Der Fall Assange ist eng mit dem Präsidenten Ecuadors verbunden. Kurz vor der Verhaftung des WikiLeaks-Gründers erhielt das Land einen IWF-Kredit in Milliardenhöhe. Anders als Venezuela zählt das von Protesten geschüttelte Land zu den Partnern der "Wertegemeinschaft".

Im Gespräch mit RT Deutsch-Redakteur Kani Tuyala erläutert der in Berlin lebende Ecuadorianer Miguel Estéfano Mora Vera die Hintergründe, die dazu führten, dass dem WikiLeaks-Gründer Julian Assange der Status als politischer Flüchtling durch die aktuelle Regierung Ecuadors entzogen wurde. Mora Vera von der Organisation "Bloque Latinoamericano Berlin" argumentiert, dass der ecuadorianische Präsident Lenín Moreno nicht nur Assange für eine Kreditzusage des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 4,2 Milliarden US-Dollar "verkauft" habe, sondern das gesamte Land.

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Die breite Bevölkerung profitiert kaum vom natürlichen Reichtum des Landes, zu dem neben der weltweit einmaligen Biodiversität enorme Vorkommen an Erdöl gehören. Laut Mora Vera sind es vor allem die Eliten und Konzerne, die vom Reichtum profitieren.

Auch die Arbeit des IWF im Land am Äquator kritisiert Mora Vera. Dieser sei nicht nur ein Machtinstrument Washingtons, sondern fördere die strukturelle wirtschaftliche Benachteiligung der breiten Bevölkerungsschicht. "Massenentlassungen" und Proteste der benachteiligten Bevölkerung erschüttern aktuell das Land. Anders sei die Situation unter Morenos Amtsvorgänger Rafael Correa gewesen. Dieser regierte Ecuador zehn Jahre lang und wurde zweimal wiedergewählt. Die Auslandsverschuldung Ecuadors wurde unter seiner Führung stark abgebaut und die Arbeit mit dem IWF auf ein Minimum reduziert. Hierzulande wird seine Präsidentschaft jedoch häufig als "sozialistisches Regime" bezeichnet, während Morenos Ecuador als "Partner" der Wertegemeinschaft gilt. Parallelen zu Venezuela sind kein Zufall.

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