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Venezuela: Opposition startet "Operation Freiheit" – Regierung antwortet mit Gegendemos

Venezuela: Opposition startet "Operation Freiheit" – Regierung antwortet mit Gegendemos
Venezuela: Opposition startet "Operation Freiheit" – Regierung antwortet mit Gegendemos
An diesem Samstag fanden in Venezuela mehrere massenhafte Kundgebungen statt. In der Hauptstadt Caracas und in vielen Bundesstaaten des kriselnden südamerikanischen Landes gingen sowohl Gegner als auch Unterstützer der Regierung von Nicolás Maduro auf die Straße.

Mit Kundgebungen in über 300 Städten hat Venezuelas Opposition gegen die seit einem Monat anhaltenden Stromunterbrechungen protestiert und den Druck auf Staatschef Nicolás Maduro erhöht. "Wir fordern nicht nur Wasser und Licht, sondern auch Demokratie und Zukunft", sagte der selbsternannte Interimspräsident Juan Guaidó auf der Hauptkundgebung in Caracas. Nicolás Maduro müsse zurücktreten, mehr als 90 Prozent der Bevölkerung seien für einen Regierungswechsel.

Der Oppositionelle rief seine Anhänger auf, nächste Woche in noch größerer Zahl auf die Straßen zu strömen. Er kündigte auch eine internationale Konferenz in Venezuela an, um Wege aus der politischen und sozialen Krise zu weisen. Einen genauen Termin für dieses Treffen nannte Juan Guaidó nicht.

Die sozialistische Regierungspartei PSUV hatte ihre Anhänger ebenfalls zu einer Demonstration vor dem Präsidentenpalast Miraflores in Caracas aufgerufen, um die Regierung zu unterstützen und "gegen den Imperialismus" zu protestieren. Nach Angaben von Nicolás Maduro seien landesweit gut fünf Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um Frieden und Freiheit zu verteidigen. "Die Straßen gehören dem Volk und nicht der Oligarchie", twitterte der Staatschef.

Gleichzeitig rief der venezolanische Präsident alle Staats- und Regierungschefs auf, ihre Stimme zu erheben, damit der "US-Imperialismus mit seiner Aggression gegen das venezolanische Volk" aufhöre. Außerdem bat der Politiker Mexiko, Uruguay, Bolivien und die Karibische Gemeinschaft (CARICOM) um Vermittlung. Nicolás Maduro bekräftigte "seine volle Bereitschaft für einen großen nationalen Dialog mit allen Sektoren für das Wohl der Heimat."     

Der erbitterte Machtkampf zwischen Juan Guaidó und Nicolás Maduro war am 23. Januar ausgebrochen. Damals erklärte sich der Oppositionschef zum Übergangspräsidenten und sprach dem Staatschef die Legitimation ab. Viele Länder erkannten Juan Guaidó inzwischen als rechtmäßigen Interimspräsidenten an. Am Dienstag entzog die verfassungsgebende Versammlung des Landes dem Politiker seine parlamentarische Immunität. Zuletzt war ihm bereits die Ausübung politischer Ämter für 15 Jahre untersagt worden. Gegen Juan Guaidó laufen zwei Ermittlungsverfahren wegen Amtsanmaßung und Sabotage. (dpa/RIA Nowosti)

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