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Strategisches Schachmatt für die USA? - Auch China entsendet angeblich Militär nach Venezuela

Strategisches Schachmatt für die USA? - Auch China entsendet angeblich Militär nach Venezuela
Auch Peking hat sich laut Medienberichten dazu entschlossen, Militärs nach Venezuela zu schicken. Die Entsendung erfolgte kurz nach der Verlegung russischer Truppen. Es wäre außenpolitisch ein ungewöhnlich offensiver Schritt der chinesischen Regierung.

In zahlreichen Medienberichten wird erwähnt, dass die Gruppe chinesischer Militärangehöriger derzeit 120 Mann umfassen soll und am 28. März auf der Karibikinsel Margarita vor dem venezolanischen Festland ankam. Die chinesischen Militärs sollen humanitäre Hilfe und militärische Verteidigungsgüter an die Regierungstruppen liefern. Nach der Entladung sollen die chinesischen Truppen zunächst auf eine venezolanische Militäranlage verlegt werden.

Es ist ein für die bisherige Außenpolitik Chinas ungewöhnlicher Vorgang. Peking setzte auch bei dem Konflikt zwischen Caracas und den USA bisher vor allem auf einen Ausgleich und hielt sich mit Verurteilungen zurück. Umso erstaunlicher ist, dass diese Entsendung von chinesischen Militäreinheiten nach Venezuela bis jetzt international nur von wenigen Medien aufgegriffen wurde.

Laut dem Stockholm International Peace Research Institute importierte Venezuela allein zwischen 2010 und 2014 Waffen im Wert von 349 Millionen Dollar aus China, darunter Radartechnik, Flugzeuge zur Ausbildung von Piloten, gepanzerte Fahrzeuge und Ersatzteile. Im Jahr 2017 sollen es dann Panzer, Munition, Uniformen, Infanterieausrüstung sowie Ersatz- und Serviceteile für russische Ausrüstung gewesen sein.

Strategisches Schachmatt für die USA? - Auch China entsendet angeblich Militär nach Venezuela
Chinesische Militärs bei einem Willkommens-Foto mit ihren venezolanischen Kollegen in der Nähe von Caracas

Vor einer Woche bereits hatte Russland 100 Soldaten nach Venezuela entsandt, um eine militärische Ausbildungseinrichtung für Hubschrauberpiloten zu installieren. Da sich Moskau und Peking in der Regel außenpolitisch konsultieren, gehen Beobachter davon aus, dass die Entsendung von Militärs beider Länder nach Venezuela abgestimmt erfolgte.

Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Geng Shuang, erklärte am Dienstag auf Nachfragen von Reportern, dass die Hilfstransporte nach Venezuela von chinesischen Militärs begleitet werden, dass man dies aber nicht als "Truppenentsendung" interpretieren sollte. Abschließend erklärte er:

Die Position der chinesischen Regierung in der Venezuela-Frage ist konsistent und klar. China wendet sich gegen eine externe Einmischung in die inneren Angelegenheiten dieses Landes und ist überzeugt davon, dass Regierung und Opposition des Landes eine politische Lösung durch einen friedlichen Dialog suchen müssen.

Der US-Dollar, Symbol und Mittel der Macht der Vereinigten Staaten von Amerika, die mit ihrer Politik allerdings immer mehr das US-Dollar-basierte internationale Währungs- und Finanzsystem untergraben – und damit die Grundlage ihrer eigenen globalen Vorherrschaft.

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Sowohl Russland als auch China haben wirtschaftlich in Venezuela erheblich investiert, China dabei noch deutlich mehr als Russland. Laut einem Bericht der Los Angeles Times soll China dem südamerikanischem Land im Zeitraum von 2006 bis 2016 in etwa 62 Milliarden Dollar geliehen haben. Venezuela zahlt vor allem mit Öllieferungen zurück. Moskau hat Venezuela in den letzten Jahren 17 Milliarden Dollar an Krediten und Investitionen zur Verfügung gestellt. Zudem unterzeichneten die beiden Länder im Dezember 2018 ein neues Abkommen, gemäß dem Russland weitere sechs Milliarden Dollar in Venezuelas Sektor von Öl und Gold investieren wird.

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Laut verschiedenen Finanzexperten sind es vor allem die russischen und chinesischen Investitionen, die den Zusammenbruch dieses von Sanktionen gebeutelten Landes verhindert haben. Es bleibt allerdings abzuwarten, wie in Washington auf die Präsenz von chinesischem Militär in Venezuela reagiert werden wird. Schon die Versendung von russischen Soldaten wurde in den USA mit schrillen Tönen kritisiert.

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