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Mainstream räumt ein: US-Hilfslieferung für Venezuela von Oppositionellen angezündet

Mainstream räumt ein: US-Hilfslieferung für Venezuela von Oppositionellen angezündet
Oppositionsanhänger entladen humanitäre Hilfe aus einem Lastwagen, der in Cucuta in Brand gesteckt worden ist.
Die Empörung der westlichen Opposition war groß, als ein Lastwagen mit "humanitärer Hilfe" für Venezuela in Flammen aufging, Jetzt geben die Mainstream-Medien zu, dass sie dabei "in die Irre geführt" wurden. Ein Sinneswandel ist trotzdem nicht zu erwarten.

Für die venezolanische Opposition und deren Unterstützer in Washington war das unnötige Anzünden eines Hilfstransporters, der letzten Monat ins krisengeschüttelte Venezuela unterwegs war, ein Moment wie gemacht fürs Fernsehen.

Auch Venezolaner, die sich viel von einem neuen Präsidenten erhoffen, wünschen nicht die aus Washington in Aussicht gestellten

Wie könnte ein herzloser Diktator bereitwillig die Hilfe für sein bedürftiges Volk zerstören? Und wann können wir etwas dagegen tun?

"Der Tyrann tanzte"

Als der Truck auf einer Brücke über die venezolanisch-kolumbianische Grenze brannte, sagte US-Vizepräsident Mike Pence, dass "der Tyrann" Maduro "tanzte, während seine Handlanger .... Lebensmittel und Medizin anzündeten". Der Nationale Sicherheitsberater und Enthusiast des Regimewechsels, John Bolton, beschuldigte Maduro, "maskierte Schläger" geschickt zu haben, um die Hilfslieferungen zu verbrennen, während USAID-Administrator Mark Green selbstsicher erklärte, dass der venezolanische Führer "das Beschießen und Verbrennen" der Lastwagen angeordnet habe.

Trotz der Tatsache, dass das Videomaterial, das innerhalb eines Tages nach dem Vorfall viral ging, einen Oppositionsprotestler, der einen Molotow-Cocktail auf den Truck warf, zu zeigen schien, waren viele der Mainstream-Medien zufrieden, sich der offiziellen Linie anzuschließen. Etliche "Zeugen" haben bestätigt, wie Maduros Truppen den Konvoi in Brand setzten, und im Falle von CNN behaupteten sogar Reporter, die venezolanische Bereitschaftspolizei persönlich gesehen zu haben, wie sie "Brandsätze" auf die Lastwagen feuerte.

Während die Mainstream-Medien die unabhängigen Journalisten ignorieren konnten, die die offizielle Geschichte zuerst entlarvten, konnten sie die New York Times (NYT) nicht ignorieren.

Der deutsche Botschafter Daniel Kriener traf sich zusammen mit der Geschäftsträgerin der Botschaft, Daniela Vogl, demonstrativ vor seinem Rückflug nach Berlin nochmal mit dem selbsternannten

Die NYT veröffentlichte am Sonntag einen Artikel und ein Video, die bezeugen, dass ein Oppositionsprotestant den Hilfstransport angezündet hat. Darüber hinaus offenbarte das Video der NYT die Verbreitung der "Maduro did it"-Lüge; vom unbestätigten Video über das Washingtoner Evangelium bis hin zu medialen Wiederkäuen.

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Klassisches Beispiel von Fehlinformation

Der Artikel der New York Times – veröffentlicht über zwei Wochen, nachdem unabhängige Journalisten die erste Erzählung entlarvt hatten – wurde von anderen Medien gelobt, von denen einige die Verbreitung der ersten Anti-Maduro-Desinformationen überhaupt ermöglicht hatten.

CNNs Marshall Cohen nannte das Debakel "ein klassisches Beispiel dafür, wie sich Fehlinformationen verbreiten ... von einem unbestätigten Gerücht über die Twitter-Feeds von Top-Influencern bis hin zu den Massenmedien."

"Dieser Tweet ist doch wohl ein verdammer Witz", schoss der Journalist Glenn Greenwald zurück. "Es war CNN – das Unternehmen, in dem du arbeitest – das den Weg für die Verbreitung dieser Lüge in der ganzen Welt ebnete. CNN behauptete, es habe mit eigenen Augen etwas gesehen, was nie passiert sei. Es ignorierte alle Beweise, die vor Wochen vorgelegt wurden, um diese Lüge zu beweisen."

Elliott Abrams neben dem kolumbianischen Präsidenten Ivan Duque an der Grenze zu Venezuela. (Archivbild)

Sogar die von der NATO unterstützten "Open-Source-Detektive" Bellingcat – die sich normalerweise darauf konzentrieren, über Internetfotos zu brüten, die nach "russischer Einmischung" suchen – haben einen Artikel veröffentlicht, der den Brücken-Showdown in Frage stellte und zu dem gleichen Ergebnis kam wie die New York Times.

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Werden die Behauptungen des Gesandten Elliott Abrams nun immer mit der Fußnote gefolgt, dass er einst Waffen unter dem Deckmantel der "humanitären Hilfe" an rechte Rebellen in Nicaragua geschmuggelt hat? Wird die Selbsterhebung des Oppositionsführers Juan Guaidó zum "Interimspräsidenten" mit Skepsis behandelt werden? Und was ist mit seiner Rolle bei der Verbreitung der Lüge, dass Maduros Seite die Lastwagen verbrannt hat? Wird das Zweifel an einer der zukünftigen Aussagen von Guaidó aufkommen lassen?

Einmal böse, immer böse

Für die Geschichtsschreiber von Washington ist das unwahrscheinlich. Seitdem die Geschichte der New York Times erschienen ist, transkribierte CNN Guaidós jüngste Kundgebung in Caracas und stellte fest, dass die venezolanische Verfassung einen Artikel enthält, der es der Nationalversammlung – der relativ machtlosen Legislative des Landes – erlaubt, ausländische Militärinterventionen "zum richtigen Zeitpunkt" zu beantragen.

Marshall Cohen wies auch darauf hin, dass Maduro trotz der früheren Lügen seiner Station immer noch der Bösewicht ist und in irgendeiner Weise für das Feuer verantwortlich ist. Unabhängig davon, dass kein Land jemals davon träumen würde, Hilfslieferungen von einer offen feindlichen ausländischen Macht zuzulassen, ist bei CNN immer noch alles Maduros Schuld.

Die Gefahr einer bevorstehenden US-Militäraktion gegen Venezuela ist etwas geringer geworden, da Vizepräsident Pence zugab, dass es "keinen Zeitplan" für einen Regimewechsel gibt, aber die offizielle Linie des Weißen Hauses bleibt: "Alle Optionen liegen auf dem Tisch".

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