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Das Caracazo-Massaker - Venezuela vor 30 Jahren

Das Caracazo-Massaker - Venezuela vor 30 Jahren
Am 27. Februar 1989 begann in Venezuela ein Volksaufstand gegen die antisoziale Politik der herrschenden, US-hörigen Klasse. Da die Regierung auf massive Gewalt setzte, um die Proteste zu unterdrücken, starben Hunderte Venezolaner aus den Armenvierteln.

von Hasan Posdnjakow

Seit den 1950er hatten die verschiedenen, aufeinanderfolgenden venezolanischen Regierungen auf den Export von Erdöl als alleiniges Wunderheilmittel für die wirtschaftliche Entwicklung ihres Landes gesetzt. In diesem Zusammenhang gingen die venezolanischen Eliten sehr enge Beziehungen mit den Vereinigten Staaten ein. Anfangs schien alles noch gut zu laufen – eine Zeit lang sprach man sogar von "Saudi Venezuela".

Doch aufgrund sinkender Ölpreise in den 1980er Jahren setzte eine Wirtschaftskrise ein. Plötzlich fiel es dem eigentlich ressourcenreichen Land schwer, seine Schulden zurückzuzahlen. Daraufhin verkündete der eigentlich als Linker geltende Präsident Carlos Andrés Pérez ein Sparprogramm, das eng mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) abgestimmt war. Somit brach er die Versprechen, die er gegenüber seinem Volk im Wahlkampf verkündet hatte.

Im Rahmen der Austeritätsmaßnahmen strich die Regierung unter anderem die Subventionen für Benzin. Dadurch stiegen die Benzinpreise, aber auch die Preise für öffentliche Verkehrsmittel, massiv an.

Die Armen von Venezuela, die nie wirklich etwas von der Erdölförderung hatten, stürmten daraufhin aus ihren Vierteln an den Hängen der Berge in das Stadtzentrum, wo die Reichen lebten. Sie protestierten zu Tausenden gegen die Wirtschaftskrise, deren Rechnungen die Regierung den einfachen Menschen präsentieren wollte. Einige Aufgebrachte stürmten auch die Läden, um ihren Frust auszudrücken.

Zögerte die Polizei anfangs noch, einzuschreiten, beschloss die Regierung schnell, den Notstand zu verhängen. Bis zu den Zähnen bewaffnete Soldaten rückten gegen wehrlose Zivilisten vor. Das Ergebnis war vorauszusehen: Das Volk hatte Tausende Opfer zu beklagen. Zudem gab es auch Berichte über Morde, die von Sicherheitskräften begangen wurden, wie auch solche von Entführungen und Folter. Neun Tage dauerte der Aufstand.

Somit löste die venezolanische Elite die Bände, die das Volk noch an sie band, einseitig auf. Sie schufen, obgleich sie das wohl gar nicht wollten, die Grundlage für den Erfolg der bolivarischen Bewegung.

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