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Donald Trump: "Warum sind wir mit Venezuela nicht im Krieg?"

Donald Trump: "Warum sind wir mit Venezuela nicht im Krieg?"
Für viele Menschen in Venezuela steht fest, dass der US-Präsident ein "Verschwörer" und "Verräter" ist.
Was US-Präsident Donald Trump in Venezuela vorhat, machte er schon sehr früh während seiner Amtszeit deutlich. Es geht um handfeste wirtschaftliche und strategische US-Interessen. Vom Aufbau des US-Zöglings Juan Guaidó wusste er entweder noch nichts oder es ging ihm zu langsam voran.

Dass Venezuela schon lange Zeit ein Dorn im Auge der Vereinigten Staaten von Amerika ist, ist bekannt. Abgesehen davon, dass sich die Regierung in Caracas von Washington nichts vorschreiben lassen möchte und die neoliberale Weltordnung ablehnt – schon zwei kardinale Fehler aus US-Sicht –, kommt noch hinzu, dass Venezuela auf dem weltgrößten Ölvorkommen sitzt. Zudem kann das Öl mit konventionellen Methoden gefördert werden, was es gegenüber dem kanadischen Schieferöl deutlich günstiger und somit attraktiver für Abnehmer macht.

Diese Kombination aus ideologischer Ablehnung der westlichen Interpretation von Demokratie und dem riesigen Ölvorkommen, dazu noch die geografische Nähe zu den USA, reichen aus, um Begehrlichkeiten in Washington zu wecken. Diese sprach Donald Trump auch im ersten Jahr seiner Präsidentschaft unumwunden aus, wie der 2017 amtierende FBI-Direktor Andrew McCabe dem Fernsehsender MSNBC mitteilte und später auch in seinem Buch wiederholte:

Ich verstehe nicht, warum wir nicht auf Venezuela schauen. Warum sind wir mit Venezuela nicht im Krieg? Die haben das ganze Öl, und sie sind in unserem Hinterhof.

Obwohl es keine weiteren Quellen zu dieser Äußerung von Trump gibt, so passt sie doch in das Denkmuster des US-Präsidenten. So ähnlich äußerte er sich bereits während seines Wahlkampfes zu irakischem Öl:

Wir gehen rein, wir geben drei Billionen US-Dollar aus, wir verlieren Abertausende von Menschenleben, und dann … passierte es, dass wir nichts bekamen. Wissen Sie, normalerweise gehört dem Sieger die Beute.

Juan Guaidó, selbsternannter und fremdgesteuerter Interimspräsident Venezuelas

Dass es den nordamerikanischen und europäischen Unterstützern von Juan Guaidó nicht vordergründig um Demokratie oder Menschenrechte geht, zeigen die "humanitären Interventionen" der vergangenen 20 Jahre. Würde man sich nämlich tatsächlich um die humanitäre Situation in dem lateinamerikanischen Land sorgen, hätten die westlichen Regierungen nicht die brutalen Sanktionen unterstützt, die die USA verhängt haben.

In einem Moment der Wahrheit bestätigte Shannon O'Neill, Senior Fellow für lateinamerikanische Studien am einflussreichen Council on Foreign Relations (CFR), worum es bei den Sanktionen eigentlich geht:

Wir werden die Wirtschaft zum Scheitern bringen, wie jemand aus den Vereinigten Staaten leider in den 1970er Jahren über Chile sagte. (lacht) Wenn wir, wenn wir sozusagen die Wirtschaft stoppen.

Dass man sich in diesen Kreisen wie dem CFR keinerlei Illusionen über die Auswirkungen der Sanktionen macht, stellte O'Neill gleich selbst klar. Die Bevölkerung wird größeren "Entbehrungen" ausgesetzt sein, was zur Folge haben wird, dass viele Menschen das Land verlassen werden. "Man wird mehr Flüchtlinge sehen", sagte O'Neill. Natürlich werden die Sanktionen auch Auswirkungen auf den Ölexport haben, wie sie zufrieden feststellte, weil es dadurch für Venezuela teurer wird, "ihr Öl an indische Raffinerien zu liefern, verglichen mit den Raffinerien in Louisiana". Eine unverhohlene Anspielung darauf, wer das venezolanische Öl beansprucht.

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