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Ungarn nimmt 300 ungarische Flüchtlinge aus Venezuela auf

Ungarn nimmt 300 ungarische Flüchtlinge aus Venezuela auf
Symbolbild: Pacaraima Grenzkontrolle, Brasilien 9. August 2018.
Ungarn nimmt in einer geheimen Aktion Venezolaner ungarischer Abstammung auf. Die Neuankömmlinge in Ungarn dürfen sich Berichten zufolge nicht zu erkennen geben, denn weitere Flüchtlinge aus Venezuela mit ungarischen Vorfahren sollen bald folgen.

Es ist keine Abkehr der ungarischen Migrationspolitik. Willkommen geheißen werden nur diejenigen Venezolaner, die ungarische Vorfahren haben. Das Programm wurde ein Jahr zuvor von der ungarischen Regierung gemeinsam mit der karitativen Einrichtung "Service of the Order of Malta" in Angriff genommen. Auf Nachfrage von Reuters gab es von Seiten der Einrichtung keinen Kommentar. Die karitative Organisation wurde von der ungarischen Baronesse Csilla von Boeselager gegründet, die selbst als Ungarin nach Venezuela geflohen war. 

Der ungarische Premierminister Viktor Orban hält eine Rede anlässlich der Feierlichkeiten zum Jahrestag des ungarischen Aufstands von 1956 in Budapest, 12. Dezember 2018.

Der Chef der ungarischen Staatskanzlei Gergely Gulyás betont, dass es um Menschen ginge, denen das Recht gewährt werde nach Ungarn zurück zu kehren und nicht um reine Migranten: 

Wir reden hier von Ungarn [...] Einbürgerung hat mehrere Formen. Es gibt einen vereinfachten Einbürgerungsprozess - mit einer möglichen Ausnahme von ungarischen Sprachkenntnissen - der andere Weg ist, dass Sie keine Staatsbürgerschaft beantragen müssen, weil sie sie schon besitzen. 

Im 20. Jahrhundert emigrierten rund 5.000 Ungarn nach Venezuela. Ein Großteil davon nach dem zweiten Weltkrieg und im Jahr 1956. In Ungarn können Menschen, bei denen mindestens ein Elternteil ungarischer Abstammung ist, die Staatsbürgerschaft beantragen. Bereits 300 Venezolaner sind in Budapest eingetroffen, weitere könnten bald folgen.

Die ungarische Regierung bezahlte ihre Flugreise, sie erhalten eine Aufenthaltsgenehmigung, Wohnkosten werden für ein Jahr übernommen und gegebenenfalls Sprachkurse. Die unentgeltlichen Sprachkurse gibt es dann, wenn die Neuankömmlinge beweisen können, ungarische Vorfahren zu haben.

Die ungarische Nachrichtenagentur Index sprach mit den neuen Ungarn. Diese verstünden selbst nicht, weshalb sie nicht über die Details ihrer Ausreise aus Venezuela sprechen dürfen. In der ungarischen Botschaft von Venezuela mussten die Kandidaten für die Ausreise Dokumente vorlegen, die ihre ungarische Abstammung bezeugen.

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