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Aktion gegen Atomwaffen: Japanisches Friedenschiff erreicht Kolumbien

Aktion gegen Atomwaffen: Japanisches Friedenschiff erreicht Kolumbien
Symbolbild
Der japanische Kreuzer "Friedensboot" erreichte am 24. Juli die kolumbianische Hafenstadt Cartagena. Das Schiff mit 1.200 Menschen an Bord führt seine 98. Weltreise durch, um für das Verbot von Nuklearwaffen zu werben.

von Maria Müller

Am Dienstag ging das japanische Schiff "Peace Boat" in kolumbianischen Gewässern vor Anker. Die Aktion will eine Botschaft für den Frieden und eine atomwaffenfreie Welt aussenden. Sie ruft zu globaler Solidarität auf.

Büchel ist ein Fliegerhorst der Bundeswehr. Im Rahmen der

"Der Abwurf von Atombomben über den beiden japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki durch die Vereinigten Staaten darf niemals in Vergessenheit geraten", sagte einer der an Bord mitreisenden Überlebenden der damaligen Bombardierung, bei der in wenigen Minuten 300.000 Menschen ums Leben kamen. Selbst im hohen Alter kämpfen diese Menschen noch immer dafür, dass sich eine solche Tragödie niemals wieder ereignet. Auch Nachkommen der Opfer aus der Todeszone sowie der Direktor und Gründer des Projekts, Yoshioka Tatsuya, nehmen an dieser Reise teil. Außerdem sind Vertreter der "Globalen Initiative gegen Atomwaffen"Globalen Initiative gegen Atomwaffen" mit dabei. Bis heute haben 170 Überlebende der Bombardierungen die Aktionen des Friedensboots begleitet.

Auf einem Treffen mit kolumbianischen Jugend- und Friedensgruppen aus dem "Netzwerk Aktion für den Frieden" erinnerten die Reisenden an den von den US-Streitkräften verübten Nuklearangriff. Damals wurden die japanischen Städte Hiroshima und Nagasaki dem Erdboden gleichgemacht.

Drei "Hibakushas", wie die Überlebenden in Japan genannt werden, erzählten, wie sie den Tag des Bombenabwurfs am 6. August 1945 erlebten. Kouji Ueda, Terumi Kuramori und Kaoru Shinagawa sprachen von der Angst und dem Schmerz, den sie nach dem Atomangriff durchstehen mussten.

Die asiatischen Teilnehmer der Reise hörten danach aufmerksam den Berichten der jungen Vorkämpfer für den Frieden in Kolumbien zu.

Symbolbild: Eine ballistische Interkontinentalrakete vom Typ UGM-133 Trident II

"Wir sind stärker als die Angst", sagte Yeison Pacheco, ein Sprecher der Bewegung aus Cartagena und Mitglied der Aktionsgruppen, denen über 900 Jugendliche aus den verschiedenen Regionen Kolumbiens angehören. Yeison berichtete von ihrer Arbeit in den Stadtvierteln von Cartagena.Die japanische NGO "Peace Boat Organization" feiert auf dieser Reise ihr 35-jähriges Bestehen. Sie ist eine internationale Organisation mit Hauptsitz in Japan, die sich für Frieden, Menschenrechte, gerechte und nachhaltige Entwicklung und Umweltschutz einsetzt.

Unter den 1.200 Reisenden befinden sich Mitglieder der Organisation aus Japan, China, Malaysia, Südkorea, Thailand und Singapur. Das Projekt erhielt 2017 den Friedensnobelpreis.Der Friedenskreuzer legte am 8. Mai in Japan ab. Seine Reiseroute führt über 25 Häfen in 23 Ländern. Am 22. August wird er wieder in seinen Heimathafen Yokohama zurückkehren.Das Schiff für den Frieden besuchte zuvor auch Havanna in Kuba. Dort nahmen die japanischen Gäste am Forum über "Jugend, nukleare Abrüstung und Frieden" teil.Der kubanische Atomwaffenexperte Dr. Leyde Rodríguez Hernández berichtete auf dem Forum über die Initiativen vor der UNO, um einen weltweiten Verzicht auf diese Waffen zu erreichen.

In Juli 2017 stimmten 122 Staaten in der UNO für einen Vertrag zum Verbot von Kernwaffen. Er wurde bis jetzt von 51 UNO-Mitgliedsstaaten unterschrieben und müsste deshalb nach dem UNO-Beschluss gültig sein. Die NATO-Staaten haben sich bisher geweigert, diesem Beispiel Folge zu leisten, darunter die USA und die Bundesrepublik. Sie erkennen den Vertrag nicht an. Die Aktivisten des Friedensschiffes fordern die Länder, die sie auf ihrer Reise besuchen, auf, den Vertrag über eine atomwaffenfreie Welt zu unterzeichnen und zu ratifizieren. In Cartagena forderte sie die kolumbianische Regierung auf, sich der UNO-Initiative anzuschließen.Die erste Peace-Boat-Reise wurde 1983 von einer Gruppe japanischer Studenten organisiert. Sie wollten so eine kreative Antwort auf die Zensur durch die japanische Regierung suchen. Japans Nachkriegsregierung verhängte einen Mantel des Schweigens über die schrecklichen Ereignisse des August 1945.

Die Studenten charterten ein Schiff und besuchten benachbarte asiatische Länder. Dort wollten sie im Austausch mit direkten Augenzeugen mehr über die wahren Vorgänge im asiantischen Raum während des Zweiten Weltkrieges erfahren. Bis heute haben 170 Überlebende der Bomben von Hiroshima und Nagasaki die Reisen des Friedensbootes begleitet.

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