¿Viva Fidel? - Kuba will Fidel Castros letzten Wunsch erfüllen und Personenkult verhindern

¿Viva Fidel? - Kuba will Fidel Castros letzten Wunsch erfüllen und Personenkult verhindern
Kuba hat nach dem Tod des langjährigen Revolutionsführers Fidel Castro verboten, öffentliche Plätze nach diesem zu benennen. Dies soll verhindern, dass ein Personenkult entsteht. Der "Comandante en Jefe" hatte zuvor darum in seinem Testament gebeten.

Das kubanische Parlament verabschiedete das Gesetz gegen den Personenkult am Dienstag einstimmig. Zusätzlich zum Verbot der Benennung von öffentlichen Plätzen legten die kubanischen Gesetzmacher darin fest, dass künftig keine Statuen von Fidel Castro aufgestellt sowie Titel oder Orden, die seinen Namen nutzen, vergeben werden können.

Das Gesetz verbietet es auch, den Namen des kubanischen Revolutionärs für kommerzielle Zwecke zu nutzen.

Während Kubas Revolutionsführer im Westen auch anlässlich seines Todes als

Einzig ein historisches Institut, das dem Zweck dient, sein Lebenswerk zu erforschen, soll den Namen des langjährigen Staatschefs tragen.

Raúl Castro, der derzeitige kubanische Präsident und Bruder des verstorbenen "Máximo Líder", hatte bereits während der Trauerfeier verkündet, dass sich Fidel Castro in seinem Testament gegen einen Personenkult ausgesprochen hatte.

Der Revolutionsführer hat jeden Personenkult abgelehnt und war darin bis in seine letzte Lebensstunde konsequent", erklärte der kubanische Staatschef.

Fidel Castro, der 1959 die kubanische Revolution gegen den von den Vereinigten Staaten unterstützten Diktator Fulgencio Batista angeführt hatte, regierte die karibische Insel bis zum Jahr 2006, als er eine Darmblutung erlitt und die Regierungsgeschäfte an seinen jüngeren Bruder abtreten musste. Auch dieser hatte zu der ersten Reihe der kubanischen Revolution gehört. Fidel Castro verstarb am 25. November dieses Jahres im Alter von 90 Jahren. 

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