Panama Papers: Leak belastet argentinischen Präsidenten Mauricio Macri

Panama Papers: Leak belastet argentinischen Präsidenten Mauricio Macri
Die Panama Papers bezeugen, dass der argentinische Staatschef mit einer in einem Steuerparadies eingetragenen Firma verbunden ist. Die Beteiligung von Mauricio Macri sei "umstandsbedingt" gewesen, wobei er sein Amt im Vorstand nur formal bekleidet habe, rechtfertigt ihn sein Regierungssprecher. Der seit Dezember 2015 im Amt befindliche Präsident unterzieht Argentinien derzeit einer neoliberalen Schock-Therapie, die bereits zu einer signifikanten Steigerung der Armutsrate geführt hat.

Beschäftig sich lieber nicht mit den Mühen der Ebene der Demokratie und regiert per Noststandsdekreten. Dafür wird er von westlichen Medien als

Dutzende Politiker, Sportler und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus aller Herren Ländern haben eingetragene Firmen in Steueroasen. Unter ihnen befindet sich auch das Staatsoberhaupt Argentiniens Mauricio Macri. Dies ist den mehr als elf Millionen Dokumenten zu entnehmen, die der Internationale Verband der Investigativen Journalisten (ICIJ) am Sonntag im Rahmen der Untersuchung „Panama Papers“ veröffentlicht hat.     

Dabei handelt es sich um millionenschwere Verträge in den Steuerparadiesen, die an sich nicht illegal sind. In den meisten Fällen wurden sie aber genutzt, um Steuern zu hinterziehen oder Geld zu waschen.  

In den Dokumenten werden 140 Politiker aus 50 Ländern erwähnt. Unter ihnen auch die Geschäftsführer der Gesellschaft „Fleg Trading Ltd.“, Mauricio Macri und sein Vater Franco.

Die Firma des argentinischen Staatschefs wurde auf den Bahamas zwischen 1998 und 2009 eingetragen. Als der Politiker 2007 zum Bürgermeister von Buenos Aires gewählt wurde, gab er die Verbindung zur Gesellschaft in seiner eidesstattlichen Erklärung nicht an, obwohl er eigentlich dazu verpflichtet gewesen wäre. 

„Besagte Gesellschaft hatte zum Ziel, sich an anderen Gesellschaften als Investor und Holdings aus Brasilien zu beteiligen, und war mit dem Familienunternehmen verbunden. Deswegen wurde Herr Mauricio Macri gelegentlich zum Direktor ohne Aktienbeteiligung ernannt“, sagte sein Sprecher Iván Pavlovsky und fügte hinzu, dass das Verhalten des amtierenden Staatschefs umstandsbedingt gewesen sei, und dass er seinen Posten im Vorstand nur formell bekleidet habe.  

Weitere Persönlichkeiten, die auf der bekanntgegebenen Liste stehen, sind der berühmte argentinische Fußballspieler Lionel Messi, die Regierungschefs Islands und Georgiens, der König Saudi-Arabiens Salman ibn Abd al-Aziz, der ukrainische Präsident Petro Poroschenko sowie die Schwester des emeritierten Königs von Spanien, Pilar de Borbón. Ebenso wird auf den russischen Cellisten Sergej Roldugin verwiesen, der laut Süddeutscher Zeitung angeblich rund zwei Milliarden US-Dollar durch "ein komplexes Firmengeflecht" geschleust haben soll.

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