"Akt der Zensur" - TeleSUR kommentiert Austrahlungsstopp durch argentinische Regierung unter Macri

Der lateinamerikanische Nachrichtensender teleSUR war den aktuellen Machthabern im Casa Rosada in Buneos Aries wohl zu kritisch.
Der lateinamerikanische Nachrichtensender teleSUR war den aktuellen Machthabern im Casa Rosada in Buneos Aries wohl zu kritisch.
Der lateinamerikanische Fernsehsender „teleSUR“ hat die Entscheidung der argentinischen Regierung unter Mauricio Macri kommentiert, den Sender aus dem staatlichen Programmpaket „Televisión Digital Argentina“ zu streichen. Während die Regierung  in Buenos Aires die Maßnahme mit "unserer Politik des Pluralismus" begründete, sprachen zahlreiche lateinamerikanische Intellektuelle und Oppositionspolitiker in diesem Zusammenhang von "offener Zensur".

Beschäftig sich lieber nicht mit den Mühen der Ebene der Demokratie und regiert per Noststandsdekreten. Dafür wird er von westlichen Medien als

Am Sonntag wurde in der argentinischen Zeitung „La Nación“ der Beschluss der Behörden verkündet, aus dem gemeinsamen Fernsehen auszusteigen.  

Im auf der Webseite des südamerikanischen Senders veröffentlichten Kommentar mit dem Titel „Die Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken, teleSUR lässt sich nicht zum Verschwinden bringen“ betont die teleSUR-Vorsitzende Patricia Villegas, dass der Wunsch der argentinischen Regierung, die Ausstrahlung des Kanals zu stoppen, einem Akt der Zensur gleichkomme. Die Administration des argentinischen Präsidenten Mauricio Macri bekunde offen ihr Interesse daran, teleSUR verschwinden zu lassen, steht im Kommentar. Jeder Versuch, das Korrespondentenbüro im Land zu schließen, wäre gesetzwidrig und käme der Unterdrückung der Pressefreiheit gleich.    

Seinerseits erklärte der argentinische Minister für Medien und Öffentliche Inhalte, Hernán Lombardi, in einem Interview für die Agentur Telam, dass der Beschluss, das Ausstrahlen von teleSUR einzustellen, jener Politik entspreche, die man für die Medien in Bezug auf Pluralismus und Nüchternheit der Berichterstattung erarbeitet habe.

Das Motto von Telesur war von Beginn an:

„Unser Land hatte überhaupt keinen Einfluss auf den Inhalt der Programme und auf das Management. Dieser Beschluss entspricht der Politik, die wir für die Massenmedien in Bezug auf Pluralismus und Nüchternheit der Berichterstattung erarbeitet haben“, so Lombardi. „Wir haben mit den erforderlichen Prozeduren begonnen, um aus dem Projekt auszusteigen. Es ist wichtig, dabei alle formellen, juristischen und diplomatischen Schritte zu erfüllen, damit Argentinien für den Sender nicht mehr Geld zu zahlen braucht, als es schon dafür ausgegeben hat.“ 

Argentinien hat in der Gesellschaft „La Nueva Televisión del Sur“, der der Sender teleSUR gehört, einen Anteil von 16 Prozent. Andere Aktionäre sind Venezuela, Cuba, Ecuador, Bolivien, Nicaragua und Uruguay.