Hillary Clinton: Schallendes Lachen auf die Frage, wann sie ihre Goldman Sachs-Reden veröffentlicht

Hillary Clinton: Erfolgreiche Vortrags-Unternehmerin und US-Präsidentschaftskandidatin
Hillary Clinton: Erfolgreiche Vortrags-Unternehmerin und US-Präsidentschaftskandidatin
Nach einer Rede von Hillary Clinton auf einer Bürgerversammlung in New Hampshire hatte der Intercept-Reporter Lee Fang die Möglichkeit, die US-Präsidentschaftskandidatin zu fragen, wann sie denn die Manuskripte ihrer Rede vor den Investment Bankern von Goldman Sachs veröffentliche. Clinton, die gemeinsam mit ihrem Mann für ihre Vorträge 125 Millionen Dollar seit dem Jahr 2001 einstrich, hatte für die Frage nur eine Antwort parat: Lautes Lachen.

Hillary Clinton lauscht andächtig einer Rede von Goldman Sachs Chef, Lloyd Blankfein, bei einer Veranstaltung der Clinton Global Initiative in New York, September 2014.

"Wann werden Sie die Manuskripte ihrer bezahlten Reden für Goldman Sachs veröffentlichen?", fragte The Intercept-Reporter Lee Fang die Kandidatin im US-amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf, Hillary Clinton.

Clintons Reaktion auf die Bitte nach Transparenz spricht für sich: Für die durchaus ernst gemeinte Frage des Reporters hatte die ehemalige First Lady und Ex-US-Außenministerin nur ein Lachen übrig.

Zuvor hatte ihr Konkurrent im Rennen ums Weiße Haus, Bernie Sanders, zu bedenken gegeben, dass Clinton jüngst mehr als 675.000 Dollar bei Reden vor den Investment Bankern von Goldman Sachs verdient hat. Gemeinsam mit ihrem Mann, Ex-US-Präsident Bill Clinton, kann die Spitzenpolitikerin seit dem Jahr 2001 gar ein Einkommen von 125 Millionen Dollar für diverse Vorträge verzeichnen.

Wie berichtet wird, prangerte Clinton auf einer ihrer Goldman Sachs-Reden die scharfe Kritik an Bankern an, die im Zuge der letzten Finanzkrise aus breiten Teilen der Gesellschaft laut wurde. Dieser Unmut sei "unproduktiv und dumm".

Quelle: Dipasupil

Gegenüber einem lokalen Radiosender aus New Hampshire verteidigte Clinton ihre einträglichen Nebenverdienste und sieht diese nicht im Widerspruch zu ihrer vermeintlichen politischen Unabhängigkeit:

"Ich habe zu einem breiten Spektrum von Gruppen gesprochen, die daran interessiert sind, was ich über die Welt zu sagen habe und was das Ergebnis meiner Zeit als US-Außenministerin ist. Ich denke, wir brauchen mehr Gespräche darüber, was in der Welt los ist."

Ob es Clinton tatsächlich nur um die Stärkung des sozialpolitischen Dialogs geht und die hohen Zuwendungen für ihre Reden lediglich ein unbedeutender Nebenaspekt sind, kann indes angezweifelt werden.