RT Deutsch Exklusiv-Reportage: Das Umweltdesaster am brasilianischen Rio Doce und die Rolle von BHP

Der Giftschlamm des Rio Doce ergießt sich mittlerweile schon in den Atlantik
Der Giftschlamm des Rio Doce ergießt sich mittlerweile schon in den Atlantik
Vier Wochen nach dem Dammbruch in der Ortschaft Bento Rodrigues, der Brasilien das grösste Umweltdesaster aller Zeiten bescherte, erreichte die Schlammlawine mittlerweile den Atlantik und weitet sich nach Aussagen von Wissenschaftlern zur “Katastrophe mit internationalen Dimensionen” aus. RT Deutsch Lateinamerika-Korrespondent Frederico Füllgraf mit einer exklusiven Reportage über das Desaster und die bisher kaum beleuchtete Rolle des BHP Billiton-Konzerns.

von Frederico Füllgraf

Nach Angaben der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA, von Ende November, ergossen sich 62 Millionen Kubikmeter hochgiftigen, mit Arsen, Blei, Kupfer und Quecksilber verseuchten Schlamms in die Landschaft und den Rio Doce. Wie bekannt, wurde die Ortschaft Bento Rodrigues vom Gift-Tsunami überrollt und vollkommen zerstört. Zirka 300 zumeist ärmere Familien verloren ihr Hab und Gut.

Bisher wurden elf Tote aus den Schlamm-Massen geborgen, zwölf Menschen gelten weiterhin als vermisst. Während die Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff für den kommenden 7. Dezember eine Anzeige mit Schadensersatzforderung in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar gegen Samarco (ein Joint Venture der brasilianische Vale S.A und dem anglo-australischen Bergbaugiganten BHP Billiton) ankündigt, zeigt sich der Konzern rechtlich unwillig und technisch unfähig, die Katastrophen-Bekämpfung zu meistern, die in letzter Stunde der kanadischen Consulting-Firma Golder übertragen wurde.

Rettungsmannschaften bergen nach dem Dammbruch der Eisenerzmine einen Toten
Rettungsmannschaften bergen nach dem Dammbruch der Eisenerzmine einen Toten

Der mehrfach wegen Umweltschäden weltweit angeklagte BHP Billiton-Konzern hält sich diskret im Hintergrund, doch wackelt der Stuhl des Vale-Vorsitzenden Ricardo Vescovi. Politiker, Medien und Unternehmer fragen sich, wie es zu verantworten sei, daß Samarco keine Unfall-Alarmsirenen in Betrieb hat, sondern vereinzelt Gemeindeglieder von Bento Rodrigues per Handy über den Dammbruch informieren ließ. “Wäre es bei Nacht passiert, wären alle tot!”, empörte sich Duarte Júnior, Bürgermeister von Mariana, gegenüber der Zeitschrft “Veja”.

Was sich der Vale-Chef Voscovi anschliessend leistete, spottet jeder Beschreibung: Ganze 17 Tage brauchte dieser um sich bei Opfern und Behörden in der Fernsehsendung “Fantástico” von TV Globo halbherzig zu entschuldigen. Nun gerät Vescovi auch ins Visier der Justiz, doch nicht nur wegen des Dammbruchs, sondern weil er über Nacht umgerechnet 80 Millionen Euro von den Samarco-Konten verschwinden ließ, die der Richter Frederico Gonçalves, vom Landgericht Mariana, als Rettungsfonds für die Bedienung der Opfer blockieren ließ.

Dissimulation, Desinformation, Konfusion

An den 700 km langen Ufern des mit 62 Millionen Kubikmetern Abfall und Schadstoffen (hochgiftiges Arsen, Blei, Kupfer und Quecksilber) verseuchten Doce-Flusses, der durch zwei Bundesländer strömt, tummeln sich die Staatsanwälte von Minas Gerais, Espírito Santo und der Bundesanwaltschaft, Wissenschaftler-Gruppen verschiedener Universitäten, Umweltbehörden und NGO-Aktivisten, wie das Instituto Terra des ortsansässigen, mehrfach ausgezeichneten brasilianischen Starfotografen Sebastião Salgado, dem der deutsche Regisseur Wim Wenders 2015 den viel gefeierten Dokumentarfilm “Das Salz der Erde” widmete.

Am 25. November übten die UN-Berichterstatter für Menschenrechte, Umwelt und Giftstoffe, John Knox und Baskut Tuncak, harsche Kritik am ungerechtfertigten Schweigen über die Ermittlungen in Brasilien, der sie Verschleppung unterstellen. Die geologischen, botanischen, biologischen und chemischen Untersuchungen vor Ort werden sich voraussichtlich auf mehrere Monate erstrecken, die Schadensbemessung ist Gegenstand vielfältiger Spekulationen.

Jedoch, fest steht jetzt schon: 80 Prozent des seit Jahren durch Waldzertörung und industrieller Verwüstung an seinen Ufern gelittenen Doce-Stroms sind durch den Dammbruch verseucht, berichtet die Regionalzeitung “O Estado de Minas”. Unterdessen kündigten Vale und BHP Billiton Ende November die Einrichtung eines finanziellen “Rettungsfonds zur Revitalisierung des Doce” an, ohne sich auf eine genaue Summe festzulegen.

Der Giftschlamm ergießt sich in den Atlantik
Der Giftschlamm ergießt sich in den Atlantik

Chronik des programmierten Dammbruchs

Während Samarco auf seine Auszeichnungen für “nachhaltiges Umweltmanagement”, insbesondere auf die Zertifizeirung nach ISO 14.001 pocht, verweist die Staatsanwaltschaft von Minas Gerais auf das 2013, anlässlich eines Lizenzverlängerungsantrags des Konzerns für den Dammbetrieb, von ihr beim Institut Prístino in Auftrag gegebene Gutachten, das die Gefahr eines Dammbruchs in Santarém und Fundão als alarmierend aktuell bezeichnete.

In der acht Seiten umfassenden Risikostudie warnten verschiedene Techniker und unterzeichnende Professoren der Bundesuniversität Minas Gerais (UFMG) vor der gefährlichen Nähe des Fundão-Damms – in dem Samarco seine Eisenbergbau-Abfälle entsorgte – zum Standort der Mine Fábrica Nova, an dem sich von Eisenerz befreite Felsen türmten. Wörtlich übersetzt heisst es in dem Gutachten:

"Kontaktflächen zwischen dem Felsstapel und dem Damm sind augenfällig. Diese Situation ist wegen der Möglichkeit einer Destabilisierung der Stapelmasse und erosiver Vorgänge für den Kontext beider Strukturen ungeeignet”.

"Ich bin Rio Doce" - Zivilgesellschaftlicher Protest in Rio de Janeiro gegen die Vertuschung des "Fukushimas Brasiliens"
"Ich bin Rio Doce" - Zivilgesellschaftlicher Protest in Rio de Janeiro gegen die Vertuschung des "Fukushimas Brasiliens"

Die Staatsanwaltschaft will wissen, ob die darin empfohlenen Präventivmassnahmen befolgt wurden. Voscovi will von dem Gutachten nichts gewusst haben. Er vermied bisher auch, sich über den Verfall der Genehmigungsfrist des Santarém-Damms, an der Mine Germano, zu äussern, der nach Angaben der Umweltbehörde von Minas Gerais seit Mai 2013 illegal betrieben wird.

Es kam aber noch dicker: Ende November ließ Samarco durchsickern, der Fundão-Damm sei auch als Abffalldeponie der Eisenerz-Behandlungs- und Entarsenisierungs-Anlage Alegria genutzt worden, dessen Menge “jedoch weniger als 5 Prozent des jährlich abgelagerten Abfallvolumens ausmacht” (Nachrichtenoportal G1, O Globo, 24/11/2015: “Vale admite que usava barragem de Fundão para depositar rejeitos”). Das Zugeständnis erfolgte zwei Wochen nachdem Vale gegenüber der internationalen Prese erklärt hatte, in keiner Weise für die Katastrophe Verantwortung zu tragen (“BHP, Vale not shielded from dam disaster repercussions, say lawyers”, The Wall Street Journal, 12.11.2015).

Unfall oder Materialschlacht und Gewissenlosigkeit?

Die Unziemlichkeiten und Ungehörigkeiten von Vale und BHP Billiton lesen sich wie Gewohnheitsrecht und gezielte Desinformationspolitik.

Als angeblichen Grund für den Dammbruch setzte Samarco die Mär von einem Erdbeben bei Mariana das eine Stärke von bis zu 2,6 auf der Richterskala gehabt haben soll in die Welt gesetzt.

Näher an der Wahrheit ist die Annahme, dass für die Überlastung der Samarco-Abfalldämme der mit allen nur denkbaren Mitteln der Überforderung von Arbeitskräften und Umwelt durchgezogene Plan der Produktionssteigerung ausschlagebend war. Mit 10 prozentiger Beteiligung am gesamten brasilianischen Exportvolumen, erzielte der Konzern 2014 einen Umsatz von 2,8 Milliarden Euro.

Dem Samarco-Nachhaltigkeitsbericht 2014 ist zu entnehmen, dass die Produktion von Eisenpellets um 9,5 Millionen Tonnen gesteigert wurde und in der Mine Germano gar 25,0 Millionen Tonnen erreichte – ein gewaltiger (Kritiker sagen “gewalttätiger”) Zuwachs von 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Jede Tonne behandeltes Eisenerz generiert eine ähnlich grosse Abfallmenge. Mit der Produktionssteigerung wuchs also der Abfallberg um weitere 3,0 Millionen Tonnen. So stauten sich Ende 2014 am Fundão-Damm bereits 21,9 Millionen Tonnen Sandabfälle und Entsorgungsschlämme. Doch während der Jahresbericht die “Produktivitätsschlacht “ feierte, wurden Fassungsevermögen und Belastbarkeit der Auffangbecken mit keinem Wort erwähnt (“Mineradora Samarco aumentou produção sem reforçar barragens rompidas em Mariana – Samarco-Bergbau steigerte Produktion ohne geborstene Dämme in Mariana zu verstärken”, Brasil-Huffington Post, 08/11/2015).

“Das war kein Unfall!”, verreißt Staatsanwalt Carlos Eduardo Ferreira Pinto (Justizbehörde Minas Gerais) die Euphemismen des Bergbau-Giganten:

“Hier kann keine Rede sein von Fatalität. Wir können nicht zulassen, daß der Dammbruch als Unfall umgedeutet wird. Nicht innerhalb eines Unternehmens dieser Grössenordnung! Das ist der Grund, weshalb ich den Vorfall als grobe Fahrlässigkeit bezeichne”.

Der Fischer Andre Moraes, 38, steht nach der Umweltkatastrophe mit seiner Familie vor dem wirtschaftlichen Aus
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Dank einer Habeaskorpusakte entging Vale-Vorsitzender und Samarco-CEO Ricardo Vescovi Mitte November um Haaresbreite einer Verhaftung. Den Haftbefehl erließ Richter Menandro Taufner Gomes vom Amtsgericht fur Landesfinanzen, Öffentliche Eintragungen und Umweltdelikte in Colatina, Espírito Santo, weil der Konzern nicht die gerichtlich angeordneten Erste-Hilfe-Maßnahmen - wie die Trinkwasserversorgung für die Opfer und ihre Tierhaltung - befolgte. Als übrige Auflage des Gerichts hatte sich der Konzern dazu verpflichtet innerhalb von zehn Tagen einen “Plan zur Eindämmung, Prävention und Schadenminderung der sozialen und ökologischen Auswirkungen” vorzulegen. Wegen Nichteinhaltung seiner Auflagen drohte Richter Taufner Gomes mit einem täglichen Bußgeld in Höhe von umgerechnet 70.000 Euro. Sichtlich überfordert, nahm Samarco schliesslich die kanadische Golder Consulting für die Katastrophen-Bekämpfung unter Vertrag.

Im benachbarten Bundesland Minas Gerais nahm die Landesregierung die Ursachen-Beurteilung des Staatsanwalts ernst und erließ ein Embargo gegen den Samarco-Bergbau rund um Mariana. Der komplette Ermittlungsbericht der Staatsanwaltschaft wird noch vor Weihnachten erwartet.

Globaler Arbeitsrecht-und Umweltschurke BHP Billiton

Sowohl brasilianische, wie die Mehrheit der internationalen Medien, schweigen sich über die weltweite Rolle von BHP Billiton (Jahresumsatz 2014: 23,4 Mrd. US-Dollar) aus.

Der weltgrößte Bergbaukonzern (Eisen, Kohle, Kupfer, Nickel, Uran, Gas und Erdöl) stand bereits in mehreren Ländern (Peru, Kolumbien, Neuseeland, Papua-Neuguinea) wegen kriminellen Umweltdesastern vor Gericht.

BHP Billiton ist ein Zusammenschluss der australischen Broken Hill Proprietary Co. mit der in Südafrika anssässigen britischen Billiton, die massgeblich am Kupfer-Bergbau in Chile, Kolumbien und Peru beteiligt ist, doch auch an den offenen Adern Kanadas, der USA, Großbritanniens, Algeriens, Pakistans, Trinidad & Tobagos und Papua-Neuguineas zapft.

Als eine der fürchterlichsten Umwelt-Katastrophen der neueren Geschichte, verseuchte BHP Billiton zwischen 1984 und 2013, 1.000 Kilometer des Ok Tedi Rivers und Fly Rivers in der Westprovinz von Papua-Neuguinea mit 2,0 Milliarden Tonnen unbehandelter Bergbau-Abfälle. Die Zahl der von schweren körperlichen Leiden und massiven Umsiedlungen betroffenen betrug 50.000.

Im November 2010, als Folge ständiger Methan-Leckagen und schlechter Belüftung, explodierte an der Westküste von South Island, Neuseeland, die Pike River-Kohlengrube von BHP Billiton und verschüttete für immer und ewig 29 Bergarbeiter unter den Trümmern.

Zehn Jahre nach Inbetriebnahme der Kupfergrube Antamina, in Peru, beförderten 42 Tonnen hochgiftiger Kupferkonzentrate 160 Bewohner der Ortschaft Huarmey, darunter zahlreiche Kinder, mit Nasenbluten, Ohnmacht, Hautentzündungen, Erbrechen und stechenden Kopfschmerzen ins Ortskrankenhaus. BHP Billiton wurde 2011 von der peruanischen Justiz wegen Fahrläsigkeit zu einer Geldstrafe von 769.000 US-Dollar verurteilt

Nach unzumutbarem Zwang zur Produktionssteigerung, legten im September 2014 die 2.000 Arbeiter der von BHP Billiton betriebenen Kupfermine La Escondida in Chile die Arbeit nieder. Da das Produktionsziel unmöglich mit den Vorgaben des Bergbau-Multis zu erreichen war, strich dieser einen Produktivitätsbonus in Höhe von umgererechnet 500 Euro und reagierte auf den Streik mit Massenentlassungen.

Seit 1867 in Brasilien aktiv: der deutsche Technologiekonzern Siemens
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Bestandsaufnahme der brasilianischen Tragödie

Der brasilianische Staat und sein unüberschaubares Behördengeflecht für Unfallbekämpfung sind nicht ganz unschuldig an der Katastrophe von Mariana.

Aus einem Bericht der ANA (Nationale Agentur für Wasserwirtschaft) von 2014 geht hervor, dass lediglich 5,7 Prozent, also 856 von insgesamt 15.000 landesweit betriebenen Staudämmen, zwischen 2012 und 2014 einer Sicherheitsprüfung unterzogen wurden. Von den 15.000 Staudämmen werden allein von Vale 163 Staubecken in ganz Brasilien betrieben, 123 davon im Bundesland Minas Gerais.

Die Aufsicht ist viergeteilt: Die Bundesländer überwachen die industriellen Abfalldämme, die Agentur ANA inspiziert Bauten an Länder übergreifenden Strömen. Die DNPM (Bundesbehörde für Mineralwirtschaft) ist für den Bergbau zuständig, während die Mega-Staudämme für die Stromerzeugung von der Aneel (Agentur fur Elektrische Energie) kontrolliert werden. Die Zuständigkeiten erscheinen plausibel, doch das System ist chaotisch was sich in überlappenden Gesetzen und im Nebeneinander von Umweltbehörden, sprich im kompletten Versagen zentral koordinierter, staatlicher Vorbeuge-Instrumente widerspiegelt.

Die ersten Labor-Untersuchungsergebnisse des mit Schwermetallen verseuchten Schlammwassers besagen, dass dieses gravierende Auswirkungen auf die marine Tierwelt und damit auf Meeresnahrungskette und Fischerzeugnisse haben wird.

Ein lokaler Fischer entsorgt Fischkadaver, nachdem sich 62 Millionen Kubikmeter hochgiftigen, mit Arsen, Blei, Kupfer und Quecksilber verseuchten Schlamms in die Landschaft und den Rio Doce ergossen
Ein lokaler Fischer entsorgt Fischkadaver, nachdem sich 62 Millionen Kubikmeter hochgiftigen, mit Arsen, Blei, Kupfer und Quecksilber verseuchten Schlamms in die Landschaft und den Rio Doce ergossen

André Ruschi, Direktor der Station für Meeresbiologie in Aracruz - eines der traditionsreichsten Umweltforschungsinstitute Brasiliens - befürchtet den Auswuchs der Katastrophe im Atlantik, den die verseuchten Gewässer des Doce in den letzten Novemebertagen erreichten. Der Meeresbiologe prophezeit eine “internationale Katastrophe”, weil sich der Schlamm-Tsunami auf ein 10.000 km² großes Seegebiet mit hochgradiger Biodiversität ergießt, in dem sich die größten Algenbänke und Korallenriffe der Welt befinden, und das 15 Prozent des Kohlenstoffs des Planeten filtert. Der Wissenschaftler rechnet mit 100 Jahren bis sich der Doce-Fluss vom Schlamm-Tsunami gesäubert und regeneriert hat.

Die Pflanzen- und Tierwelt im Doce-Tal ist auf dramatische Weise bedroht. Darin stimmt Francisco Barbosa, Professor an der UFMG, mit Ruschi überein, schätzt jedoch, daß eine Erholung der Artenvielfalt spätestens zwischen 2035 und 2045, also in zwanzig oder dreissig Jahren zu erwarten ist.

Carlos Barreira Martinez, Direktor des Zentrums für Hydraulische Forschung, ist noch etwas "optimistischer". “Die Natur ist viel vitaler als wir annehmen”, besänftigt er die Pessimisten. In ein oder zwei Jahrzehnten könnten die Nebenflüsse den Doce wieder belebt sein.

Voraussetzung für das von Martinez angedeutete Szenario ist aber, dass sich der Schlamm im Doce-Becken auflöst, was nur mit reichhaltigem Regen in der von Dauer-Trockenheit betroffenen Gegend passieren könnte.

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