Lateinamerika

Brasiliens Präsident Bolsonaro: "Habe Lösung für Ukraine-Konflikt"

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro behauptet, eine Lösung für die militärische Eskalation zwischen der Ukraine und Russland gefunden zu haben. Doch er werde seinen Lösungsvorschlag niemandem mitteilen – außer dem ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij.
Brasiliens Präsident Bolsonaro: "Habe Lösung für Ukraine-Konflikt"Quelle: AFP © Sergio Lima

Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro erklärte, er wisse, wie man den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine beenden könne – er werde seinen Plan aber erst nächste Woche dem ukrainischen Staatschef Wladimir Selenskij mitteilen.

Bolsonaro sagte am Donnerstag vor Medienvertretern:

"Ich werde ihm meine Meinung sagen, was ich denke […] Ich weiß, wie das Problem gelöst werden könnte, aber ich werde es niemandem sagen."

Der brasilianische Staatschef wird am Montag telefonisch mit Selenskij sprechen. "Dieser Krieg hat große Störungen verursacht, weniger für Brasilien, viel mehr für Europa", so Bolsonaro. Er lehnte es ab, Einzelheiten seines vorgeschlagenen Friedensplans zu nennen, sagte aber, der Konflikt könne so gelöst werden, "wie der Krieg zwischen Argentinien und Großbritannien 1982 endete".

Argentinien war im April 1982 auf die von Großbritannien kontrollierten Falklandinseln vorgedrungen, woraufhin das Vereinigte Königreich mit einem großen Marineeinsatz reagierte. Die argentinischen Streitkräfte waren unterlegen, und Buenos Aires kapitulierte im Juni 1982.

Bolsonaro hatte den Zorn von US-Präsident Joe Biden und anderen Kritikern erregt, als er im Februar eine geplante Reise nach Moskau antrat, nur wenige Tage bevor Russland seine Offensive gegen die Ukraine startete. Er hat eine neutrale Haltung zu dem Konflikt eingenommen und lehnt es nach wie vor ab, sich dem von den USA angeführten Versuch anzuschließen, Moskau durch internationale Sanktionen zu isolieren.

Erst letzte Woche sicherte sich Brasilien eine kontinuierliche Versorgung mit Düngemitteln aus Russland. Bolsonaro sagte zudem, dass sein Land kostengünstige russische Dieselladungen kaufen könne.

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