Lateinamerika

Kolumbianische Regierung verspricht besseren Schutz für frühere FARC-Kämpfer

Die kolumbianische Regierung hat sich bereit erklärt, die Sicherheit für ehemalige Kämpfer der FARC-Guerilla zu erhöhen und ihre Resozialisierung zu beschleunigen. Seit der Unterzeichnung des Friedensabkommens wurden der aktuellen Partei zufolge 238 Ex-Kämpfer getötet.
Kolumbianische Regierung verspricht besseren Schutz für frühere FARC-KämpferQuelle: Reuters © LUISA GONZALEZ

Die Regierung in Bogotá hat sich bereit erklärt, die Sicherheit für frühere Kämpfer der FARC-Guerilla zu erhöhen und ihre Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu beschleunigen. Wie der Sprecher der ehemaligen Guerilleros Rubén Cano nach einem Treffen mit Kolumbiens Staatschef Iván Duque am Freitag sagte, sei das Treffen erfolgreich gewesen. Es seien auch Treffen mit dem Innenministerium und anderen Behörden geplant, um die Sicherheit zu verbessern.

Wenige Stunden nach dem Treffen wurde bekannt, dass ein weiteres Mitglied der früheren Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) getötet wurde. Der Mord wurde auf in der Nähe eines Resozialisierungszentrums für die ehemaligen FARC-Kämpfer in der Gemeinde Caldono in der Provinz Cauca begangen. Carlos Fernando Ramos, der sich an einem Avocadoanbauprojekt beteiligte und als Motorradtaxifahrer tätig war, wurde von einer angeblichen Passagierin aus nächster Nähe erschossen. Nach Angaben der aus der Guerilla hervorgegangenen Partei "Alternative Revolutionäre Kraft des Miteinander" (Spanisch: Fuerza Alternativa Revolucionaria de Común – kurz ebenfalls FARC) wurde Ramos zum 238. getöteten Unterzeichner des Friedensabkommens aus dem Jahr 2016.

Zuvor waren Hunderte Ex-FARC-Kämpfer auf einem "Marsch für das Leben und den Frieden" in die kolumbianische Hauptstadt Bogotá gekommen. Sie forderten einen besseren Schutz und ein Gespräch mit Präsident Duque. Auslöser für den Marsch war die Ermordung des als "Albeiro Suárez" bekannten Juan de Jesús Monroy, der die Wiedereingliederung im zentralen Department Meta angeführt hatte. Das Friedensabkommen hatte im Jahr 2016 den jahrzehntelangen bewaffneten Konflikt zwischen den Streitkräften, linken Guerillas und rechten Paramilitärs beendet, bei dem mehr als 200.000 Menschen ums Leben gekommen und Millionen innerhalb des südamerikanischen Landes vertrieben worden waren. (rt /dpa)

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