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Kolumbien: Mindestens fünf Tote bei Protesten gegen Polizeigewalt

Kolumbien: Mindestens fünf Tote bei Protesten gegen Polizeigewalt
Ein Protestierender liegt verletzt vor einer Reihe von Bereitschaftspolizisten auf dem Boden, nachdem gegen den Tod eines Anwalts in Polizeigewahrsam protestiert wurde, Bogotá, Kolumbien, 9. September 2020.
In Bogotá starb am Mittwoch ein Anwalt, nachdem die Polizei ihn wiederholt getasert hatte. Daraufhin kam es in der Hauptstadt und in anderen kolumbianischen Städten zu Protesten gegen die exzessive Anwendung von Gewalt durch die Polizei. Dabei gab es weitere Tote und Verletzte.

In Kolumbien kamen bei Protesten gegen Polizeigewalt bisher mindestens fünf Menschen ums Leben, mindestens 24 weitere wurden verletzt – davon 19 durch Schusswaffen. Zahlreiche Menschen hatten Medienberichten zufolge in der Hauptstadt Bogotá sowie in Cali, Neiva und Medellín gegen Polizeigewalt protestiert, nachdem der kolumbianische Rechtsanwalt Javier Ordóñez am Mittwoch infolge eines gewaltsamen Polizeieinsatzes gestorben war. Die Beamten hatten Ordóñez zuvor mehrfach Elektroschocks mit einer Laserpistole verabreicht.

Dabei wurden Parallelen zum Mord an George Floyd gezogen, der ebenfalls im Zuge eines Polizeieinsatzes in den USA ums Leben kam. Sein Tod zog eine landes- und später weltweite Protestwelle nach sich.

Bei den Protesten in Kolumbien kam es zu Ausschreitungen, an mehreren Polizeistationen wurden Brände gelegt. Es waren unter anderem Videos zu sehen, in denen Polizisten Steine auf Korrespondenten warfen oder auf Protestierende einschlugen.

In den sozialen Medien fragten viele Kolumbianer: "Wer schützt uns vor der Polizei?" Auch Hashtags wie "#LoMataron" oder "#JavierNoMurioAJavierLoMataron" (dt.: Javiar ist nicht gestorben, er wurde ermordet) wurden zahlreich verwendet.

Einige Videos sollen angeblich von der Polizei erschossene Demonstranten zeigen.

Die Protestierenden und Nutzer in den sozialen Medien verwendeten auch den Slogan #ColombianLivesMatter und verwiesen darauf, dass die Polizei bereits zuvor Menschen ermordet hatte.

Der kolumbianische Verteidigungsminister Carlos Holmes Trujillo bestätigte, dass fünf Menschen ermordet wurden, und setzte "eine Belohnung von bis zu 50 Millionen Pesos (rund 11.400 Euro) für Informationen aus, die zur Ergreifung der Täter der Morde (...) sowie der Verantwortlichen der Vandalismusakte führten".

Mehrere politische und soziale Organisationen prangerten die Aggressionen der Polizei gegen Menschenrechtsverteidiger und Journalisten an und forderten die Behörden zudem auf, Ermittlungen gegen Beamte einzuleiten, die an den Angriffen auf die Demonstranten beteiligt waren.

In den vergangenen Tagen wurde von mehreren Massakern durch verschiedene bewaffnete Gruppen in ganz Kolumbien berichtet. Demnach wurden innerhalb von nur 24 Stunden vier solcher Gewalttätigkeiten gemeldet, bei denen 14 Menschen getötet worden waren. Die Gesamtzahl der Todesopfer im Zusammenhang mit dem jüngsten Anstieg der Gewalt in diesem Jahr sei damit auf mindestens 200 angestiegen.

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