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Venezuelas "Interimspräsident" Guaidó will politische Beziehungen zu Israel wiederherstellen

Venezuelas "Interimspräsident" Guaidó will politische Beziehungen zu Israel wiederherstellen
Der venezolanische Oppositionsführer Juan Guaidó, den viele Nationen als rechtmäßigen Interimspräsidenten des Landes anerkannten, spricht auf einer Konferenz in Caracas.
Israelische Medien berichteten, Juan Guaidó wolle daran arbeiten, die Beziehungen zu Israel wiederaufzunehmen. Venezuela hatte vor rund zehn Jahren unter dem damaligen Präsidenten Hugo Chávez die Beziehungen zu Israel wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen gekappt.

Israel Hayom hat am Samstag berichtet, dass "der Führer der venezolanischen Opposition" Juan Guaidó daran arbeiten wolle, die Beziehungen zu Israel nach elf Jahren wiederaufzunehmen. Israel hatte Guaidó bereits im Januar 2019 als "Präsidenten" anerkannt.

Venezuela hatte vor rund zehn Jahren unter dem damaligen sozialistischen Präsidenten Hugo Chávez die Beziehungen zu Israel wegen dessen Vorgehen im Gazastreifen gekappt. Die venezolanische Regierung warf der israelischen Regierung damals ein "unverhältnismäßiges" Vorgehen im Gazastreifen vor und forderte den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auf, entsprechende Untersuchungen aufzunehmen. Caracas kündigte ebenfalls an, sich bei den Vereinten Nationen dafür einsetzen zu wollen, dass sich Israel vor dem Strafgerichtshof für "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" verantworten muss.

Gescheiterte Beziehung? – US-Präsident Donald Trump und der venezolanische Putschist Juan Guaidó. (Washington, 5. Februar 2020)

Seit John Boltons Enthüllungsbuch über Trump im Juni veröffentlicht wurde, ist US-Marionette Guaidó von Trump enttäuscht und versucht, die Kontakte zu den Israelis zu pflegen. Bolton berichtet in seinem Buch über seine Zeit als Nationaler Sicherheitsberater, wobei er unter anderem viel über US-Präsident Trump und seine Meinung zum selbst ernannten Übergangspräsidenten Venezuelas verrät.

Bolton zufolge zögerte Trump Anfang letzten Jahres zunächst, den Oppositionspolitiker als "Übergangspräsidenten Venezuelas" zu akzeptieren. Guaidó sei ein "schwaches Kind", zitiert Bolton seinen früheren Chef, während Staatschef Nicolás Maduro "stark" sei.  Trump wiederholte oft die Überlegung, sich persönlich mit Maduro zu treffen, beschreibt Bolton mit kühler Verachtung. Die Dialogbereitschaft mit dem gewählten und nicht selbst ernannten Präsidenten Venezuelas zeigt allerdings, dass es in der US-Regierung damals unterschiedliche Meinungen zum Thema Venezuela gab.

Mehr zum Thema - John Bolton auf Rachefeldzug: Wiederwahl von Trump sei ein "Risiko" für Israel

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