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Venezolanische Regierung: "Guaidó versteckt sich in französischer Botschaft" – Frankreich dementiert

Venezolanische Regierung: "Guaidó versteckt sich in französischer Botschaft" – Frankreich dementiert
In der Öffentlichkeit, wie hier bei einer Pressekonferenz Anfang April im Europäischen Parlament in Brüssel, ließ sich der selbsternannte venezolanische "Übergangspräsident" Juan Guaidó schon seit Wochen nicht mehr blicken.
Laut dem venezolanischen Außenminister Arreaza versteckt sich der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó in der französischen Botschaft. Guaidó spricht von einer "Lüge". Am Freitag dementierte nun auch Frankreich die Aussage des Außenministers. Jetzt steht Wort gegen Wort.

Die sogenannte "Grande Nation" hat wahrscheinlich schon bessere Zeiten erlebt. Vor ziemlich genau drei Jahren wurde Emmanuel Macron zum französischen Präsidenten gewählt, mit dem Ziel und Versprechen das Land wieder auf die Beine zu stellen. Doch dann kamen die Gelbwesten und machten deutlich vor welch gigantischen sozialen und wirtschaftlichen Problemen das Land tatsächlich steht.

Nicht nur für Russland und dessen Außenminister Sergei Lawrow (l.) bleibt der Präsident Venezuelas Nicolás Maduro (r.) die erste Adresse bei diplomatischen Beziehungen, sondern auch für viele Staaten, die den selbst ernannten

Selbst mit dem rigorosen und immer wieder äußerst rustikalen Einsatz der französischen Polizei gelang es der Staatsmacht nicht, den Willen zum Protest zu brechen. Einen Protest, der weite Teile der Bevölkerung über ein Jahr lang regelmäßig auf die Straßen trieb, um gegen eine mutmaßlich zu neoliberal ausgerichtete Politik des ehemaligen Bankers Macron aufzubegehren.

Heute sind es die auch in Frankreich aufflammenden Proteste nach der Ermordung des Afroamerikaners George Floyd, die die Staatsmacht dazu veranlassen, äußerst hart gegen Menschen vorzugehen, die sich auch in Frankreich gegen strukturellen Rassismus auflehnen.

Gleichzeitig gerierte sich die französische Regierung ein ums andere Mal als Unterstützer des sogenannten venezolanischen Interimspräsidenten von Washingtons Gnaden, Juan Guaidó, dem es vermeintlich darum geht, die Venezolaner vom demnach repressiven "Maduro-Regime" zu "befreien". Das Guaidó dabei auch vor gewaltsamen Protesten und martialischen Aufrufen zum Sturz der Regierung nicht zurückschreckte, scheint der Sympathie für dessen "Bewegung" aufseiten der transatlantischen Gemeinschaft keinen Abbruch zu tun.

Über fünfzig Staaten, also nur ein Teil der sogenannten "internationalen Gemeinschaft", ließen sich davon überzeugen, Guaidó als legitimen Präsidenten des südamerikanischen Landes anzuerkennen.

Doch der vermeintliche Freiheitsheld ist tief gefallen. Nach Angaben der venezolanischen Regierung hält sich Guaidó seit geraumer Zeit in der französischen Botschaft auf. Dies bestätigte nun der venezolanische Außenminister Jorge Arreaza, nachdem Präsident Nicolás Maduro bereits vor drei Tagen hatte verlauten lassen, dass sich Guaidó "in einer diplomatischen Vertretung versteckt" hielte.

Wir stehen vor einer echten Krise, die durch die strafrechtlichen Sanktionen der US-Regierung mit der Komplizenschaft des in einer Botschaft versteckten Justiz-Flüchtlings verursacht wurde", erklärte Maduro während einer Rede im Präsidentenpalast Miraflores.

Laut Außenminister Arreaza sei es "nicht möglich die Räumlichkeiten der Botschaft irgendeines Landes, in diesem Fall Spaniens oder Frankreichs" zu betreten.

Eine Verhaftung Guaidós sei daher ebenfalls nicht durchführbar, fügte der Diplomat hinzu. Leopoldo López, einer der weiteren führenden "Oppositionellen" und Mentor Guaidós, hält sich derzeit in der Residenz des spanischen Botschafters verschanzt.

Wir hoffen, dass diese Regierungen Abhilfe schaffen [...] und die vor der Justiz geflohenen Personen an Venezuela ausliefern. Es ist eine Schande für die Diplomatie Spaniens, es ist eine Schande für die Diplomatie Frankreichs, die sehr, sehr bald ihren Tribut fordern wird", erklärte der venezolanische Außenminister.

Derweil wies Guaidó die Aussagen Maduros und Arreazas auf Twitter zurück und behauptete, dass er nach wie vor "mit den Menschen zusammen sei" und die Venezolaner "belogen" würden.

Das französische Außenministerium dementierte am Freitag, dass sich Guaidó in einer diplomatischen Residenz in Frankreich aufhalte.

Herr Juan Guaidó befindet sich nicht in der französischen Residenz in Caracas. Wir haben dies gegenüber den venezolanischen Behörden wiederholt bestätigt", erklärte die Sprecherin des französischen Außenministeriums Agnès von der Muhll.

Der venezolanische Staatsanwalt Tarek William Saab brachte zuletzt Guaidó mit dem "Überfall über See" durch "Söldner" Anfang Mai in Zusammenhang. Der Versuch das Land zu infiltrieren scheiterte jedoch, wobei die venezolanischen Sicherheitskräfte Dutzende Kollaborateure eines Regime Change gefangen nahmen, darunter zwei pensionierte US-Militärs.

Mehr zum Thema - Venezuela: Trump empfängt Guaidó im Weißen Haus und droht mit weiteren Sanktionen

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