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Mitten in Corona-Pandemie: Mexikanische Sexclubs offerieren "Lieferservice"

Mitten in Corona-Pandemie: Mexikanische Sexclubs offerieren "Lieferservice"
(Symbolbild). Ein Polizist fotografiert mit seinem Mobiltelefon Pornodarstellerinnen während der "Expo Sex and Eroticism" in Mexiko-Stadt, Mexiko 1. März 2017.
Menschenrechtler in Mexiko sind fassungslos: Sexclubs sollen trotz der Corona-Pandemie gegen fundamentale Sicherheitsregeln verstoßen. Offenbar können sich Kunden einen "Tabledance" oder auch sexuelle Dienstleistungen einfach nach Hause bestellen.

Mexikos Nationale Menschenrechtskommission drängt die Behörden dazu, eine Untersuchung gegen Nachtclubs im Land einzuleiten. Der Vorwurf: Sie sollen mitten in der grassierenden Corona-Pandemie eine Art "Lieferservice" für sexuelle Aktivitäten anbieten.

19 Tote bei Auseinandersetzung zwischen zwei Banden in Mexiko (Symbolbild)

Die mexikanische Regierung hatte aufgrund der COVID-19-Pandemie Anfang April den nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Zahlreiche gesundheitliche Vorsichtsmaßnahmen wurden ergriffen, einschließlich der Aussetzung nicht lebensnotwendiger Geschäfte, während nur unerlässliche Dienstleistungen geöffnet bleiben sollen.

Die Menschenrechtskommission verurteilte in ihrer Erklärung das Vorgehen der Clubs scharf:

Dies ist nicht nur ein Angriff auf das Recht auf öffentliche Gesundheit, sondern stellt auch Diskriminierung und möglichen Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung dar.

Einige der fraglichen Nachtclubs werden des Menschenhandels und der Anwerbung von minderjährigen Mädchen beschuldigt. Die Nationale Menschenrechtskommission erklärte, die Aktivität sei am 3. April im Zentralstaat Tlaxcala, einem Brennpunkt des Menschenhandels im Land, festgestellt worden.

Das National Citizen's Observatory of Feminicide teilte am Dienstag in einer Erklärung mit, dass Frauen und Mädchen, die für derartige Dienste angeworben werden, "nicht nur der Ansteckung mit COVID-19 ausgesetzt sind, sondern auch verschiedenen Formen von Gewalt".

Illegaler Grenzübergang durch Kanalisation: Sechs Vermisste an Grenze zwischen Mexiko und USA (Symbolbild)

Laut der Johns-Hopkins-Universität hat Mexiko aktuell 3.181 Infektionen und 174 Todesfälle zu vermelden. Auch wenn die Zahlen im internationalen Vergleich eher niedrig sind, leidet das Land vor allem wirtschaftlich unter der Pandemie. Rund 347.000 Menschen haben in Mexiko in der Corona-Krise ihre Arbeit verloren. Dies geschah im Zeitraum vom 13. März bis zum 6. April, wie Arbeitsministerin Luisa Alcalde am Mittwoch vor Journalisten erklärte.

Die Zahl entspricht gut 1,6 Prozent der 21 Millionen formell Beschäftigten in dem 130-Millionen-Einwohner-Land. Es sind mehr Arbeitsplätze, als im gesamten Jahr 2019 in Mexiko entstanden. 57 Prozent der Mexikaner leben allerdings von Arbeit im informellen Sektor. Vor allem sie dürfte die Krise schwer treffen.

Staatspräsident Andrés Manuel López Obrador hatte in einer Regierungserklärung am Sonntag Mikrokredite für Kleinunternehmen sowie die Schaffung von zwei Millionen neuen Arbeitsplätzen bis Ende des Jahres angekündigt, ohne Details zu nennen.

Unter anderem wegen Sorgen um wirtschaftliche Folgen führte Mexikos Regierung bisher vergleichsweise wenig strenge Maßnahmen gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ein.

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