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Libyen: Haftars Truppen verkünden Einnahme der wichtigen Küstenstadt Sirte

Libyen: Haftars Truppen verkünden Einnahme der wichtigen Küstenstadt Sirte
(Archivbild). Aufnahme von Sirte vom 18. Oktober 2011.
Im Kampf um die Kontrolle über das Bürgerkriegsland Libyen haben die Truppen des Generals Chalifa Haftar eigenen Angaben zufolge die strategisch wichtige Küstenstadt Sirte eingenommen. Das teilte ein Sprecher der Libyschen Nationalarmee (LNA) am Montag mit.

Ein Sprecher von Haftars selbst ernannter Libyscher Nationalarmee (LNA) teilte am Montag mit, Haftars Kräfte hätten die Stadt innerhalb von drei Stunden unter ihre Kontrolle gebracht. Die LNA hatte zuvor angekündigt, Sirte von "bewaffneten Milizen säubern" zu wollen. Sie rief Bewohner dazu auf, sich von Milizen und Kämpfen fernzuhalten.

Archivbild: Türkische Marinebooten im Mittelmeer.

Sirte liegt am Mittelmeer auf etwa halber Strecke zwischen Tripolis im Westen und Bengasi im Osten. Die Stadt wurde bislang von Milizen kontrolliert, die auf Seite der international anerkannten Regierung von Ministerpräsident Fayiz as-Sarradsch stehen. Diese bewaffneten Gruppen hatten die Stadt 2016 nach monatelangen Kämpfen von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert.

Der Konflikt in Libyen spitzt sich derzeit zu. Am Sonntag hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan erklärt, eigene Truppen nach Libyen entsandt zu haben. Die Türkei und Katar unterstützen in dem Konflikt die von den Vereinten Nationen anerkannte Regierung von As-Sarradsch. Haftar bekommt dagegen Rückhalt von Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Haftar hatte im vergangenen Jahr eine Offensive auf die Hauptstadt Tripolis begonnen. Ägypten lud die Außenminister Frankreichs, Italiens, Griechenlands und Zyperns nach Kairo ein, um am Mittwoch über den Konflikt zu sprechen. Deutschland bemüht sich zudem, eine internationale Konferenz in Berlin auszurichten, um den UN-Friedensprozess voranzutreiben.

Nach dem Sturz und der Ermordung des libyschen Führers Muammar Gaddafi 2011 hörte Libyen praktisch auf, als ein einheitlicher Staat zu existieren. Seitdem gibt es eine Art Doppelherrschaft. Im Osten des Landes agiert das vom Volk gewählte Parlament, und im Westen, in der Hauptstadt Tripolis, regiert die mit Unterstützung der UNO und der EU gebildete Regierung der nationalen Einheit mit Fayiz as-Sarradsch an der Spitze.

Die Lage in Libyen war auch ein Thema bei dem Treffen von Außenminister Heiko Maas mit seinen Amtskollegen aus Frankreich und Großbritannien am Dienstag in Brüssel. Maas erklärte am Rande des Treffens, man könne nicht länger akzeptieren, dass in Libyen ein Stellvertreterkrieg ausgefochten werde. 

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