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Sponsoring von Boko Haram: Demonstranten stürmen französische Botschaft in Nigeria

Sponsoring von Boko Haram: Demonstranten stürmen französische Botschaft in Nigeria
Nigerianische Militärkommandanten begutachten von der Terrororganisation Boko Haram sichergestellte Waffen und Munition, Juli 2019
Die Terrorgruppe Boko Haram scheint unbezwingbar. Seit Jahren treibt sie ihr Unwesen und längst ist sie nicht mehr nur in Nigeria aktiv. Gerüchte um ausländische Unterstützer wollen nicht verstummen. Jetzt stürmten hunderte Demonstranten in Abuja aus diesem Grund die französische Botschaft.

Nach aktuellen Schätzungen zählt die schon längst zur Terrororganisation mutierte islamische Sekte namens Boko Haram über 26.000 Mitglieder. Auch sollen 1.800 von ihnen ein regelmäßiges Gehalt von 50 US-Dollar im Monat erhalten. Seit Jahren stellen sich die besorgten Bürger Nigerias die Frage, warum es der nigerianischen Regierung nicht gelingen mag, Boko Haram – trotz massiven Militäreinsatzes – das Handwerk zu legen.

Der französische Präsident Emmanuel Macron und sein senegalesischer Amtskollege Macky Sall (Symbolbild)

Hinzu kommt dabei auch die Frage nach den Finanzierungsquellen und Logistik, die es der Terrorgruppierung offenbar ermöglichen, nicht mehr nur im Norden Nigerias, sondern mittlerweile auch in den Anrainerstaaten Tschad, Niger und Kamerun ihre Botschaft eines "heiligen Krieges" gegen alle "Ungläubigen" mit Gewalt zu verbreiten und damit zur Destabilisierung der gesamten Region beizutragen.

Unter der nigerianischen Zivilbevölkerung mehren sich die Stimmen, die einen europäischen Staat mit einer recht unrühmlichen Historie auf dem afrikanischen Kontinent hinter dem Phänomen "Boko Haram" vermuten: Frankreich.

Nach Ansicht regionaler Nachrichtenquellen stürmten nun mehrere Hundert Demonstranten die französische Botschaft in Abuja, der Hauptstadt Nigerias. Damit wollten sie ihren Unmut über das zum Ausdruck bringen, was sie "die Unterstützung" der Aufständischen von Boko Haram durch Paris nennen.

Lokalen Medienberichten zufolge warnten Demonstranten unter der Schirmherrschaft der "Bewegung gegen Sklaverei und Terrorismus" (MAST) Frankreich und seinen Präsidenten vor der vermuteten Beteiligung des Landes an dem dschihadistischen Aufstand in Afrika. Sie fordern die französische Regierung dazu auf, sofort jegliche Form einer möglichen Verbindung zu den Aufständischen von Boko Haram zu beenden.

Demzufolge bestanden die Demonstranten darauf, "Präsident Emmanuel Macron auf die Tatsache hinzuweisen, dass Nigeria eine souveräne Nation ist und jeder Versuch, seine territoriale Integrität zu gefährden, abgelehnt wird".

Bürger in Mali drücken ihren Zorn über die Anwesenheit des französischen Militärs in ihrem Land aus.

Die Organisation MAST ermahnte damit auch die französischen Behörden, "auf neue Missetaten zu verzichten, die die bemerkenswerten Erfolge der nigerianischen Armee untergraben haben. Die Gruppe lenkte auch die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen auf Macrons Verbrechen gegen die Menschlichkeit".

Eine Wortführerin der aufgebrachten Demonstranten wird mit den folgenden Worten zitiert:

Dies ist ein Protest für die Rettung der Seele unseres geliebten Landes Nigeria vor den bösen Kräften, die versuchten, Disharmonie und Zerfall zu provozieren, indem sie heimlich terroristische Aktivitäten in Nigeria unterstützt haben. Wir haben diesen Protestmarsch begonnen, um den französischen Behörden eine deutliche Botschaft zu übermitteln, dass sich die Nigerianer ihrer schädlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit dem anhaltenden Krieg gegen den Terrorismus im Nordosten Nigerias bewusst sind".

Nicht nur in Nigeria wird die Rolle Frankreichs im eigenen Land innerhalb der Zivilbevölkerung in Frage gestellt. In Mali etwa wendet sich die Bevölkerung gegen die ehemalige Schutzmacht. Vermutet wird, dass Frankreich in Wahrheit gar kein Interesse an der offiziell proklamierten "Bekämpfung des Terrorismus" habe, sondern vielmehr an der Destabilisierung des Landes.

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